Blasenentzündung: Vorsicht vor Unterkühlung

Heilpraxisnet

Blasenentzündung: Unterkühlung besonders für Frauen problematisch

23.10.2012

Nässe, Kälte und falsche Kleidung begünstigen vor allem im Herbst bei vielen Menschen eine Blasenentzündung. Schmerzen im Unterleib, Brennen beim Wasserlassen und starker Harndrang stellen typische Entzündungssymptome der Blase dar. Besonders Frauen erkranken in der nasskalten Jahreszeit oft daran.

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Wer gerade noch bei 30 Grad in der Sonne saß, unterschätzt häufig die Temperaturstürze im Herbst und zieht sich möglicherweise zu dünn an. Dabei kühlen Unterleib und Füße schnell aus. „Eine Unterkühlung schwächt das Immunsystem und macht den Körper anfälliger für eine bakterielle Infektion. Beim weiblichen Geschlecht gelangen die Krankheitserreger aufgrund einer kürzeren Harnröhre außerdem leichter in die Blase“, erklärt Dr. Reinhold Schaefer, Urologe und Geschäftsführer des Ärztenetzwerks Uro-GmbH Nordrhein.

Hinzu kommt, dass viele Menschen in der kalten Jahreszeit zu wenig trinken. In der Folge trocknen die Blasenschleimhäute aus, wodurch sich Bakterien noch schneller vermehren. Ob und welche Erreger sich im Urin befinden, weisen Fachärzte mit einem Urintest nach. Die Therapie einer Blasenentzündung erfolgt in der Regel kurzzeitig mit einem Antibiotikum.

Unterstützend empfehlen Urologen viel zu trinken, Unterleib und Füße warm zu halten sowie bei Harndrang sofort auf die Toilette zu gehen. Cranberrysaft, Bärentraubenblätterdragees und Kräutertees tragen ergänzend dazu bei, die Blase durchzuspülen. Diese Hausmittel allein bekämpfen die Entzündung der Blase jedoch nicht. Um den Herbst ohne Folgeerkrankungen wie Nierenbeckenentzündungen zu überstehen, sollten Betroffene aber gerade bei häufigem Auftreten von Blasenentzündungen in jedem Fall einen Urologen aufsuchen.