Bluthochdruck: zu viel Salz in Fertiggerichten

Heilpraxisnet

Bluthochdruck: Deutsche essen zu viel Salz

12.12.2013

Speisesalz ist der am meisten konsumierte Mineralstoff, den der Mensch zu sich nimmt. Der Körper benötigt eine ausreichende Zufuhr für die Regulierung des Wasserhaushalts, damit das Nervensystem funktionstüchtig bleibt und der Verdauungsprozess reguliert wird. Bei der Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren, Brot aber auch Käse ist der Einsatz von Speisesalz unerlässlich. Es dient als Konservierungsmittel und Geschmacksträger.

Manche Speisen bekommen erst durch die Zugabe von Speisesalz ein angenehmes Mundgefühl. Wie viel Salz der Mensch zu sich nehmen sollte, hängt von den klimatischen Bedingungen ab und ist auch von Person zu Person verschieden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält einen täglichen Verzehr von 5 Gramm Speisesalz für unbedenklich. Deutsche Mediziner blicken jedoch mit Sorge auf den Salzkonsum in deutschen Haushalten. Sie warnen vor einem überhöhten Konsum, an dem auch Fertiggerichte schuld sein sollen. Schätzungen zu Folge essen die Menschen hierzulande doppelt soviel Salz wie empfohlen wird, erklärt der Experte Schon in den 1970er Jahren wurde Bluthochdruck mit einem erhöhten Salzkonsum in Verbindung gebracht.

Unter der Leitung des Experten findet noch bis zum Samstag in Münster ein Fachkongress der Deutschen Hochdruckliga statt. 800 Mediziner aus allen Teilen Deutschlands diskutieren über die Ursachen von Bluthochdruck und über mögliche Therapiemöglichkeiten. Das Salz konsumieren muss, steht außer Frage, denn es ist für die die Funktionalität des Körpers unerlässlich. Durch Salz werden Flüssigkeiten im Körper gebunden, was wiederum indirekt zu einem höheren Blutdruck führt, so der Fachmann. Der durchschnittliche Salzkonsum der Deutschen liegt bei zehn bis zwölf Gram, was mehr als doppelt so viel ist, wie empfohlen. Erst in den vergangenen 20 bis 30 Jahren hat der Salzkonsum so stark zugenommen. Die Lebensmittelindustrie trägt dazu einen nicht unerheblichen Anteil dazu bei.

Eckert erklärt, dass durch den Verzicht von Zusalzen die Menge um 10 bis 15 Prozent gesenkt werden könne. Wer viel frisch zubereitete Nahrung zu sich nimmt und ordentlich Obst und Gemüse isst, senkt seinen Blutdruck. Doch nicht nur über die Nahrung lässt sich eine blutdrucksenkende Wirkung erzielen. Musik und Entspannung trägt ebenso dazu bei. Es hat sich herausgestellt, dass vor allem klassische Musik bei vielen Menschen zur Entspannung und auch zur Senkung des Blutdrucks führt. Wer zu Hause etwas Gutes für seinen Blutdruck tun möchte, dem empfiehlt Eckert die progressive Muskelanspannung nach Edmund Jacobson. Bei ihr werden einzelne Muskelgruppen im Wechsel angespannt und wieder entspannt. Regelmäßige Übungen, das konnte die Experten feststellen, lässt den Blutdruck langfristig spürbar sinken. Die erzielte Wirkung ist dabei fast so, als wenn blutdrucksenkende Medikamente eingenommen werden würden, erklärt der Oberarzt. (fr)

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