Blutkrebs: Stammzellenspenden kann Leben retten

Heilpraxisnet

Blutkrebs: Stammzellenspenden kann Leben retten

28.05.2014

Über 900.000 Menschen erkranken jedes Jahr an Blutkrebs. Mit einem neuen Aktionstag soll künftig immer am 28. Mai auf das Thema aufmerksam gemacht werden. Auch Stars wie Sarah Connor werben am „World Blood Cancer Day“ um Stammzellenspender.

Neuer internationaler Aktionstag
Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) will mit einem neuen Aktionstag international gegen Blutkrebs (Leukämie) vorgehen. Künftig soll der „World Blood Cancer Day“ jährlich weltweit am 28. Mai begangen werden. Alexander Schmidt, Hauptgeschäftsführer der DKMS, teilte mit: „Der Kampf gegen die Krankheit kann nur international gewonnen werden.“ Ziel sei es, die Krankheit in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Weltweit erkranken den Angaben zufolge etwa 917.000 Menschen an Blutkrebs.

Prominente Unterstützung
Unterstützung kommt auch von Prominenten, wie etwa der Sängerin Sarah Connor. Sie erklärte auf einer Pressekonferenz: „Blutkrebs ist heilbar, vielen Patienten kann durch eine Stammzellspende eine Lebenschance geschenkt werden – eine Registrierung ist der erste Schritt dazu.“ Da Stammzellen erst transplantiert werden können, wenn die Gewebemerkmale von Spender und Patient übereinstimmen, sollten sich mehr Menschen mit einer Speichelprobe in der Datei registrieren lassen. Bei der DKMS wird international vermittelt. Mit inzwischen über vier Millionen registrierten Spendern weltweit ist diese Datei die größte ihrer Art. Mehr als drei Millionen potentielle Spender kommen aus Deutschland.

Weltweiter Kampf gegen Blutkrebs
„Wir möchten ein Zeichen setzen für den weltweiten Kampf gegen den Blutkrebs. Und fordern jeden Menschen dazu auf, dies auch zu tun“, so DKMS-Geschäftsführerin Sandra Bothur. Der Aktionstag wurde bewusst auf den 28. Mai gelegt, da die DKMS 1991 an diesem Datum gegründet wurde. Ein rotes kaufmännisches „Und-Zeichen“ (&) ist das Symbol des internationalen Aktionstages. Es steht für das gemeinsame Handeln gegen die Krankheit.

Spender sind meist am gleichen Tag wieder fit
Auch die Moderatorin Nina Moghaddam engagiert sich seit Jahren für die DKMS. Sie wies darauf hin, dass viele Menschen aus Unwissenheit Berührungsängste hätten: „Sie verwechseln Knochenmark mit Rückenmark und befürchten, sie könnten nach dem Eingriff querschnittsgelähmt sein.“ Die Stammzellengewinnung erfolgt entweder über die periphere Stammzellspende aus der Blutbahn oder bei der Knochenmarkspende über eine Entnahme aus dem Beckenkamm des Spenders. „Meistens ist man noch am gleichen Tag wieder fit“, so Moghaddam.

Jeder gesunde Erwachsene kann Spender werden
Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 55 Jahren Stammzellenspender werden. Wie die Gesellschaft mitteilt, sollten jedoch Menschen, die unter einer chronischen Erkrankung oder einer anderen schweren Erkrankung leiden oder gelitten haben beziehungsweise regelmäßig Medikamente einnehmen, Rücksprache mit der DKMS halten. Einige wichtige Ausschlusskriterien sind beispielsweise Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie etwa Herzinfarkt, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Krebserkrankungen oder schwere Nierenerkrankungen. (sb)

Bild: Gerd Altmann, Pixelio