Brustkrebs: Mutige Frau veröffentlicht Körper-Foto

Sebastian

Mutige Australierin zeigt ihren vom Brustkrebs gezeichneten Körper

18.02.2014

Es war der 32. Geburtstag der Australierin Beth Whaanga, als bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wurde. Mittlerweile ist ihr Körper durch die zahlreichen Operationen schwer gezeichnet. Auf Facebook zeigt die nun 33-Jährige ihren nackten Körper, um andere für das Thema zu sensibilisieren und darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig Vorsorge ist.

Diagnose am 32. Geburtstag
Ausgerechnet an ihrem 32. Geburtstag musste die Australierin Beth Whaanga erfahren, dass sie Brustkrebs hat. Heute ist ihr Körper durch die zahlreichen Operationen schwer gezeichnet. Doch trotzdem entschied sich die mittlerweile 33-Jährige zu einem mutigen Schritt und zeigt nun in aller Öffentlichkeit auf Facebook ihren nackten Körper. Ihre Botschaft lautet:„Egal ob alt oder jung, das Alter spielt keine Rolle, regelmäßige Kontrollen sind ausschlaggebend. Es kann auch dir passieren!“

Narben sind Zeugnis für den Kampf gegen Krebs
Als die vierfache Mutter aus Brisbane ihre Brustkrebs-Diagnose erhalten hatte, haben die Ärzte zudem festgestellt, dass sie eine Mutation auf dem BRCA-2-Gen trägt. Eine solche Mutation erhöht auch das Eierstockkrebs-Risiko leicht. Nach der Diagnose wurden bei Frau Whaanga die Brustdrüsen, die Gebärmutter, Lymphknoten der linken Achselhöhle und die größeren Muttermale entfernt. Die Australierin versteckt ihre gebliebenen Narben jedoch nicht, sondern lässt sich von einer befreundeten Fotografin ablichten. „Die Narben sind ein Zeugnis für den Kampf, den du durchgefochten hast“, sagte Whaanga gegenüber der „Huffington Post“. „Sie zeigen, dass man überlebt und den Kampf gewonnen hat.“

Bewusstsein für die Krankheit schaffen
Die mutige Australierin war von den aufgenommen Bildern so begeistert, dass sie sich dazu entschloss, an die Öffentlichkeit zu gehen. Auf Facebook startete sie die Kampagne „Under the Red Dress Project“, die viele andere Frauen nach ihrem Kampf gegen Brustkrebs motivieren und zudem mehr Bewusstsein für die Krankheit schaffen soll.“ Jeden Tag laufen wir an Menschen vorbei. Sie wirken ganz normal, doch unter ihren Kleidern versteckt sich manchmal ein Körper, der eine andere Geschichte erzählt“, schreibt Whaanga.

Die Bilder sind drastisch
Die 33-Jährige ist auf ihrer Kampagnen-Seite zunächst als schöne junge Frau in einem roten Kleid zu sehen. Wenn man dann weiterklickt kommt man jedoch zu der Warnung: „Die folgenden Bilder sind drastisch und beinhalten Oben-ohne-Aufnahmen.“ Danach folgen die beeindruckenden Bilder ihres vernarbten Körpers. Mittlerweile haben bereits über 35.000 Personen die mutige Aktion geliked. Einige wenige negative Kommentare sprachen von „ekelhaften“ oder „obszönen“ Bildern. Doch die halten die Australierin nicht davon ab, weiter zu kämpfen. Sie hatte bereits im Vorfeld mitgeteilt, dass die Aufnahmen in keiner Weise sexuell gemeint sind. Das einzige Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für Brustkrebs zu erhöhen.

Etwa 80 Prozent der Frauen können therapiert werden
Den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge wird in Deutschland jedes Jahr bei mehr als 70.000 Frauen Brustkrebs festgestellt. Etwa 17.000 Frauen sterben jährlich daran. Für dieses Jahr rechnet das RKI mit mehr als 75.000 Neuerkrankungen. Etwa 80 Prozent der erkrankten Frauen können heute erfolgreich therapiert werden, so die Deutsche Gesellschaft für Senologie (DGS). Brustkrebs sei nicht mehr gleichbedeutend mit einem Todesurteil. Dabei hänge sehr viel von einer frühen Diagnose ab. Ärzte können auf verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zurückgreifen, mit denen die Brust häufig erhalten werden kann. Auch für erblich vorbelastete Frauen gebe es Alternativen zur Amputation der Brust. (sb)

Bild: Facebook Snapshot