Bundesamt: Sturmflutwarnung für die Ostsee

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Bundesamt verhängt Sturmflutwarnung für die Ostsee.
Das Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat eine Sturmflutwarnung für die deutsche Ostseeküste verkündet. Jährlich werden die verschiedenen Abschnitte der Ostseeküste von zahlreichen Sturmhochwassern mit mehr als einem Meter über Normalmittelwasser heimgesucht.

Durch den kräftigen Wind aus Ost-Nordost mit Windstärke zwischen sieben bis acht, werden die Wasserstände bis Dienstagvormittag auf bis zu 1,20 Meter steigen, so die aktuelle Aussage einer Sprecherin des Wasserstandsvorhersage- und Sturmflutwarndienstes des BSH in Rostock. Durch den Sturm werde das Wasser vor allem in die Kieler und Lübecker Bucht sowie an die Küste westlich von Rügen gedrückt, erklärte das BSH weiter. Die folgende Entwicklung ist damit stark von den Windverhältnissen abhängig, die momentan durch ein Hochdruckgebiet über Skandinavien und ein Tief über Kroatien beeinflusst werden.

Die Experten des BSH gehen davon aus, dass der Wind werde im Verlauf des Tages noch auffrischen wird, die Luftbewegungen anschließend jedoch nachlassen. So seien die Wasserstände zwar überall noch steigend, doch dies werde voraussichtlich nur bis morgen früh anhalten, so dass die höchsten Pegel erwarteten Pegel in der Kieler Bucht nicht höher als 1,20 Meter steigen werden. An der Westküste von Rügen erwarten die Fachleute einen maximal Wasserstand von 1,10 Meter. Auch wenn die weitere Entwicklung im wesentlichen vom Wind beeinflusst wird, sind bisher keine Überschwemmungen oder gefährdete Deiche zu verzeichnen, so die Mitteilung des für die Ostseeküste zuständige Wasserschutzpolizeireviers Kiel.

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Bereits seit 1872 werden an der Ostsee regelmäßig die Pegel des Wasserstandes gemessen, um die Bürger rechtzeitig vor möglichen Sturmfluten zu warnen. 1872 war auch das Jahr des Ostseesturmhochwasser, bei dem mit 2,43 m mittlerer Wasserhöhe der höchste Wasserstand der Geschichte gemessen wurde. Hunderte Menschen verloren damals ihr Leben und über 15.000 wurden obdachlos. (fp, 29.11.2010)

Bild: Andreas Hermsdorf / pixelio.de