Bundesregierung will im Gesundheitswesen sparen

Sebastian

Milliarden sollen im Gesundheitswesen eingespart werden: Rund drei Milliarden Euro sollen bei Ärzten, Krankenhäusern, Krankenkassen und Apotheken eingespart werden. Gesundheitsminister für Nullrunden bei den Ärzten offen.

(15.05.2010) Die Bundesregierung plant für das nächste Jahr rund drei Milliarden Euro im Gesundheitswesen einzusparen. Laut dem gesundheitspolitische Sprecher der CDU, Jens Spahn, sollen die Einsparungen vor allem in den Bereichen Kliniken, Krankenkassen und Apotheken erfolgen. Zusammen mit dem neu entwickelten Arznei-Sparpaket könnten rund fünf Milliarden Euro im Gesundheitswesen eingespart werden. Konkrete Pläne gibt es dazu allerdings noch nicht. Kritiker verweisen darauf, dass höchst wahrscheinlich durch die geplante Kopfpauschale weitere Kosten zu Lasten der Krankenversicherten eingespart werden. Zu befürchten sei, dass die gesetzlichen Krankenkassen perspektivisch nur noch eine Grundversorgung bieten werde. Weitere Leistungen müssten dann zusätzlich versichert werden.

Für das laufende Jahr wird ein Krankenkassen-Defizit von rund 3,1 Milliarden Euro erwartet. Für das kommende Jahr soll das Defizit sogar 15 Milliarden Euro betragen, falls keine Einsparmaßnahmen statt finden. Weitere Möglichkeiten zum Sparen lotet auch der Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) aus. Rösler sei gegenüber einer Nullrunde für Klinik-Ärzte offen, so ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. (sb)