City BKK Mitarbeiter klagen gegen Kündigungen

Sebastian

City BKK Mitarbeiter klagen gegen Kündigungen

25.06.2011

Die insolvenzbedrohte Krankenkasse City BKK schließt zum Beginn des kommenden Monats. Medienberichten zufolge haben gekündigte Mitarbeiter der Betriebskasse Klage gegen die Kündigungen eingereicht. Nach Angaben des Amtsgericht Berlin seien bislang gut 250 Klagen durch Angestellte der City BKK eingegangen. Die Mitarbeiter wollen ihre Entlassung nicht kampflos hinnehmen, hieß es aus Mitarbeitervertreterkreisen. Ob es tatsächlich in allen Fällen zu Prozessen kommt, ist noch unklar. In zahlreichen Verfahren konnten bereits Verhandlungen über gütliche Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter eingeleitet werden. Ob es auch zu Einigungen kommen kann, ist ungewiss. Bislang wurden keine Güteeinigungen erzielt.

Mehr zum Thema:

Damit nicht jeder Fall einzeln verhandelt wird, könnte ein Musterverfahren anvisiert werden. Zahlreiche klagenden Mitarbeiter werden durch gleiche Rechtsanwälte oder Prozessbevollmächtigte vertreten. Könnte ein Musterverfahren geführt werden, könnte das Klageergebnis auf die anderen Kläger übertragen werden. Ob ein solches Musterverfahren angestrebt werden kann, ist bis dato noch ungewiss.

Vor der Schließung waren 168.000 Menschen bei der Kasse krankenversichert. Die Mehrheit der ehemaligen Kunden hat eine neue Krankenkasse gefunden. Nach Angaben der City BKK sind allerdings noch 30.000 Menschen ohne eine neue Kasse. Hierzu wollen man die Versicherten direkt anschreiben, um bei der Suche nach einer neuen Krankenkasse behilflich zu sein. Allein in Berlin traf die Pleite der City BKK rund 80.000 Menschen. Zum ersten Juli werden die Geschäftsstellen und der Hauptsitz in Stuttgart geschlossen. Von der Schließung sind ebenfalls 400 Mitarbeiter betroffen. (sb)