COPD ist die dritthäufigste Todesursache

Heilpraxisnet

Herbstausgabe Zeitschrift Homöopathie: COPD ist in Deutschland die dritthäufigste TodesursacheCOPD ist in Deutschland die dritthäufigste Todesursache

22.09.2011

COPD (chronisch obstruktive Lungenkrankheit) beginnt mit einem einfachen Husten, der mit der Zeit intensiver und hartnäckiger wird. Der Tag beginnt für die Betroffenen mit einem oft quälenden Abhusten von Schleim. Der Auswurf wird dabei immer zäher und erschwert zunehmend die Lungenfunktion. Die Folge ist eine Atemnot durch entzündete und dauerhaft verengte Atemwege. Laut der BOLD-Studie (Burden of Obstructive Lung Disease) sind in Deutschland die über 40-Jährigen zu etwa 13 Prozent und die über 70-Jährigen sogar zu 27 Prozent betroffen.

Mehr zum Thema:

Neben der Hauptursache Rauchen zählen Passivrauchen, Wohnen an Straßen mit hoher Feinstaubbelastung, Luftverschmutzung und Staubbelastung am Arbeitsplatz oder häufige Infekte der Atemwege im Kindesalter zu den Ursachen von COPD. Gewöhnlich geht eine chronische Bronchitis voraus. Ohne konsequente Beseitigung der Krankheitsursachen ist der Organschaden der Lunge irreversibel und führt schon bei leichter Anstrengung zu Atemnot.

In der Herbstausgabe der Publikumszeitschrift Homöopathie des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) erklärt Dr. Ulf Riker, Arzt für Innere Medizin, Homöopathie und Naturheilverfahren aus München, die Möglichkeiten der Homöopathie bei der Behandlung von COPD. Er war u. a. leitender Arzt eines internistischen Akutkrankenhauses mit naturheilkundlichem und homöopathischem Therapieschwerpunkt und hat langjährige Erfahrung in der Behandlung von COPD-Patienten. „Sind die Gewebestrukturen in der Lunge durch ununterbrochene Schädigung erst einmal zerstört, dann ist dies fast immer irreversibel. Die schleichende Verminderung der Gasaustauschfläche in den Lungenbläschen sowie der Elastizitätsverlust in den Atemwegen lassen sich aber homöopathisch aufhalten, wenn die Therapie mit konsequentem Meiden jeder weiteren Schadstoffzufuhr kombiniert wird.“ Das Heimtückische an der COPD sei, „dass sie sich in vielen Fällen schleichend entwickelt und sich die Patienten selbst an ihr ständiges Hüsteln gewöhnen oder ihren Raucherhusten schlicht in Kauf nehmen.“ Seiner Erfahrung nach sind „eine sorgfältige ärztliche Anamnese, genaue körperliche Untersuchung inklusive Abhören von Herz und Lunge sowie ein Lungenfunktionstest“ die wesentlichen ersten diagnostischen Schritte. „Vorbeugung und Therapie sind umso erfolgreicher, je früher die Diagnose gestellt wird.“

„Vorbeugung ist immer besser, als der Entwicklung einer Krankheit im Sinne des Wortes atemlos hinterher zu laufen!“, erklärt Dr. Riker. Der Verdacht auf eine COPD sowie das effektive Risiko der Patienten lässt sich rasch präzisieren: Werden die drei Fragen nach Rauchen, Alter über 40 Jahren und Husten oder Atemnot sämtlich bejaht, besteht zu 50 Prozent eine COPD. Einen entsprechenden Test finden Sie unter www.welt-der-homoeopathie.de >Informationen für Patienten> Dossiers. (pm)