Coronavirus in Fledermäusen nachgewiesen

Heilpraxisnet

Fledermäuse als möglicher Überträger des Coronavirus?

23.08.2013

Mittlerweile hat das Coronavirus knapp 50 Menschen getötet. Vor allem in Nahen Osten ist das Virus vorzufinden. Wissenschaftler eines US-saudiarabischen Forscherteams haben nun als möglichen Übertragungsweg Fledermäuse ausfindig gemacht. In einem Beitrag für das Fachmagazin „ Emerging Infectious“ gaben Sie an, den Virus in Fledermauskot entdeckt zu haben.

Das Virus ist eine Gattung von Viren, die zu der Familie Coronaviridae gehört. Es verursacht verschiedene Erkrankungen bei Säugetieren, Nagetieren und Vögeln. Bei Menschen ist besonders die Gattung der Humanen Coronavirusspezies, als Auslöser für Infektionen und schwere Atemwegserkrankung bekannt.

Es wurde eine 100 prozentige Übereinstimmung mit dem beim Menschen entdeckten Coronavirus MERS (Middle East Respiratory Syndrom) festgestellt, berichten die Forscher von ihren Studienergebnissen. Ian Lipkin von der Columbia Universität in New York sagt dazu „Es gab bereits mehrere Ankündigungen, dass MERS- ähnliche Viren bei Tieren festgestellt wurden.“ Jedoch konnte in keinem Fall eine genetische Übereinstimmung nachgewiesen werden. Die Fledermaus, die den Virus in sich trug, wurde nun in der Nähe des Infektionsherds in Saudi-Arabien gefunden. Einen eindeutigen Hinweis darauf, dass Fledermäuse den Virus generell auf den Menschen übertragen, gibt es aber nicht. Erstmals wurde das Virus im September 2012 bei Menschen mit schweren Atemwegsinfektionen identifiziert. Ähnlichkeiten konnte auch zu der vor zehn Jahren in Asien entdeckten Atemwegserkrankung „SARS“ festgestellt werden. Insgesamt wurde bei 96 Personen MERS diagnostiziert. Bei 47 Menschen führte die Infektion zum Tod. (fr)

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