Cybermobbing eine weltweit zunehmende Gefahr

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Cybermobbing eine weltweit zunehmende Gefahr

22.03.2011

Das Internet und Neue Medien haben in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Insbesondere für Jugendliche sind Anwendungen wie Soziale Netzwerke oder das mobile Internet außerordentlich attraktiv und prägen mittlerweile maßgeblich deren Alltag. Neben einer Vielzahl von Möglichkeiten und Chancen, die Neue Medien bieten, bergen sie jedoch auch Risiken und Gefahren.

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Eine dieser Gefahren, die in vergangenen Jahren zunehmend in den Blickpunkt öffentlicher Aufmerksamkeit gerückt ist, ist Cybermobbing. Das eine neue Form von Mobbing, die über Neue Medien wie E-Mail, Instant Messages, Chatrooms oder Mobiltelefone ausgetragen wird. Obwohl sich die Forschung zum Thema Cybermobbing noch in einem vergleichsweise frühen Stadium befindet, liegt mittlerweile eine Reihe von Studien vor, die verschiedene Aspekte dieses Phänomens beleuchten. Die bisher vorliegenden Forschungsergebnisse sind noch nicht vollständig schlüssig, einige Befunde scheinen sich gar zu widersprechen. Dennoch beginnt das Bild, das die Forschung von Cybermobbing zeichnet, erste Konturen anzunehmen.

Das Buch “Cyberbullying – A cross-national comparison” herausgegeben von Joaquín A. Mora-Merchan & Thomas Jäger beleuchtet das Cybermobbingproblem aus seiner internationalen Perspektive. In den 19 Kapiteln des Buches skizzieren führende Cybermobbingforscher der betreffenden Länder Forschungsergebnisse zur Thematik aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz, den Benelux-Ländern, Portugal, Spanien, Italien, Griechenland, Polen, Bulgarien, Großbritannien, Irland, den Skandinavischen Ländern, Australien, den Vereinigten Staaten und Japan. Das Buch wendet sich an Wissenschaftler, Lehrkräfte, Trainer, Mitarbeitern der Jugendhilfe und Andere, die ihr Wissen über dieses noch junge, aber sehr vitale Forschungsfeld vertiefen möchten.

Das Buch “Cyberbullying – A cross-national comparison” resultiert unter anderem aus dem im Rahmen des Leonardo da Vinci Programme der Europäischen Union geförderten Projektes „CyberTraining”, einem gemeinsamen Projekt von Experten aus Deutschland, Großbritannien, Irland, Portugal Spanien, Bulgarien, der Schweiz und Norwegen. Aus dem Projekt resultierte ebenfalls das eBook „Aktiv gegen Cybermobbing – Ein Trainingsmanual für Trainer“. (pm)

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Bild: Gerd Altmann, Pixlio.de