DAK: Viel mehr Notfallpatienten bei großer Hitze

Sebastian
DAK-Gesundheit: Telefon-Hotline zur Hitzewelle in Bayern
Aufgrund der hohen Temperaturen rechnen Ärzte und Krankenkassen mit einen Anstieg der Zahl der Notfall-Patienten. Wie die DAK-Gesundheit berichtet, seien im Sommer 2013 in Bayern 77 Prozent mehr Menschen wegen gesundheitlicher Probleme wegen der Hitzewelle in Krankenhäuser eingeliefert worden wie im Jahr 2011. Der offiziellen Krankenhaus-Statistik des statistischen Bundesamtes zufolge mussten vor zwei Jahren insgesamt 396 Patienten mit einem Sonnenstich (Diagnoseschlüssel T67.0) behandelt werden. Bei knapp einem Viertel der Betroffenen (96) handelte es sich um Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 15 Jahren. Im Jahr 2011 wurden in Bayern nur 224 Hitzeopfer registriert.

Bei Hitze ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen
„Die tropischen Temperaturen machen vor allem Kindern und älteren Menschen zu schaffen“, berichtet Gottfried Prehofer, Landeschef der DAK-Gesundheit in Bayern. „Viele vergessen durch das nachlassende Durstempfinden regelmäßig zu trinken. So kann es schnell zu Dehydratation, einem Wassermangel im Körper, kommen.“ Dies macht sich unter anderem durch Unruhe, Kreislaufprobleme, Verwirrtheit sowie Kopfschmerzen und in schwereren Fällen durch Bewusstlosigkeit bis hin zu Organversagen bemerkbar.

Am Freitag, 3. Juni, schaltet die DAK-Gesundheit in Bayern eine medizinische Hotline, bei der Ärzte zwischen 10 bis 16 Uhr eine telefonische Beratung zu gesundheitlichen Beschwerden aufgrund der hohen Temperaturen anbieten. Das kostenlosen Angebot können auch Versicherte anderer Krankenkasse unter der Rufnummer 0800 1111 841 nutzen.

Die Ärzte beraten beispielsweise Patienten mit Bluthochdruck oder Diabetes hinsichtlich des richtigen Umgang mit der Hitze. Auch Eltern von Kleinkindern erhalten medizinische Ratschläge. Arbeitnehmer können sich zudem darüber informieren, wie sich die hohen Temperaturen im Büro besser aushalten lassen.

Heiße Tipps gegen Hitze
Die Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät, pro Tag mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit zu trinken. Bei Hitze dürfen es aber ruhig drei Liter oder mehr sein, um den erhöhten Flüssigkeitsbedarf des Körpers zu decken. Empfehlenswert sind Wasser, ungesüßte Früchtetees oder elektrolythaltige Getränke, wie etwa Apfelschorle. Auf Koffein- und alkoholhaltige sowie zuckerhaltige Getränke sollte dagegen verzichtet werden.

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Zudem ist das Tragen von luftiger Kleidung und einer Kopfbedeckung ratsam, um einem Sonnenstich vorzubeugen. Sonnencreme mit einem ausreichend hohen Lichtschutzfaktor ist vor jedem Gang ins Freie ebenfalls unerlässlich. Insbesondere in der Mittagshitze sollte die direkte Sonneneinstrahlung gemieden und ein Platz im Schatten aufgesucht werden. (ag)

d: Kurt Kleemann/fotolia.com)