Das richtige Sonnenschutzmittel für Kinder

Heilpraxisnet

Stiftung Warentest: Großteil der Sonnenschutzmittel für Kinder „gut“

26.06.2014

Ein Großteil der Sonnenschutzmittel für Kinder schützt laut einer aktuellen Untersuchung der Stiftung Warentest „gut“ vor den gefährlichen Strahlen der Sonne. Doch waren unter den getesteten Produkten auch zwei „mangelhafte“ Sonnenschutzcremes, die keinen angemessen Schutz vor der UVA- und/oder UVB-Strahlung bieten. Die Ergebnisse der Untersuchung werden in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift „test“ veröffentlicht.

„Kinderhaut ist empfindlich“ und „sie braucht besonders viel Schutz vor Sonnenstrahlen“, unterstreicht die Stiftung Warentest die Bedeutung eines angemessenen Sonnenschutzes. Die UVB-Strahlen würden Sonnenbrand verursachen und die UVA-Strahlen die Haut frühzeitig altern lassen. Zudem könnten beide Formen der UV-Strahlung langfristig Hautkrebs verursachen. Sonnenschutzmittel für Kinder sollten daher einen besonders hohen Lichtschutzfaktor aufweisen. Hier ist es allerdings entscheidend, dass sich die Eltern auf die Angaben auf den Verpackungen verlassen können. Daher hat die Stiftung Warentest überprüft, ob die Sonnenschutzcremes, -lotionen und -sprays für Kinder halten, was sie versprechen. Das Ergebnis: Bei fast allen getesteten Produkten wurde der auf den Packungen ausgelobte Sonnenschutzfaktor von 30, 50 oder 50+ eingehalten. „Nur eine Sonnenmilch versagt sowohl beim UVB-Sonnenschutzfaktor als auch beim UVA-Schutz“, berichtet die Stiftung Warentest weiter.

19 Sonnenschutzmittel für Kinder getestet
Insgesamt „19 Sonnenschutzmittel für Kinder mit hohem und sehr hohem Lichtschutzfaktor zu Preisen von 2 bis 23 Euro pro 100 Milliliter“ hat die Stiftung aktuell getestet. Von den wasserfesten Sonnenschutzmitteln für Kinder hätten die meisten „gut“ vor der Sonne geschützt, sieben erreichten die Note „befriedigend“ und zwei wurden mit „mangelhaft“ bewertet. Insgesamt lag die Sonnenmilch Sun Kids von Nivea in dem aktuellen Test leicht vorne. Allerdings konnten deutlich kostengünstigere Mittel ein ähnlich gutes Ergebnis verbuchen. Darunter beispielsweise das Cien Sonnenspray für Kinder von Lidl, die Sonnenmilch Sun Dance Kids von dm und Lavozon von Müller. Als weiteres relativ teures Produkt wurde die Sonnencreme von La Roche-Posay mit einem „gut“ bewertet.

Zwei Sonnenschutzmittel mangelhaft
Nicht überzeugen konnte die Tester hingegen die Mineralische Sonnenmilch von Avène und Ream Suncare Sonnencreme, welche zum Beispiel bei Kaufland und Mäc Geiz erhältlich sind. Die Ream Suncare Sonnencreme für Kinder erreicht laut Angaben der Stiftung Warentest nur einen unzureichenden UVA- und UVB-Schutz. Darüber hinaus sei die Sonnencreme so zäh, dass hierdurch das flächenmäßige Auftragen auf der Haut kaum möglich ist. Bei der Avène-Sonnenmilch sei der UVA-Schutz nicht ausreichend gewesen. Generell gelte es bei der Anwendung, die Sonnenschutzmittel großzügig aufzutragen und regelmäßig nachzucremen – „vor allem nach jedem Baden und wenn man schwitzt“, berichtet die Stiftung Warentest weiter. Dies betreffe auch die wasserfesten Sonnenschutzmittel. Die „gut“ bewerteten, untersuchten Produkte sind laut Angaben der Tester angesichts ihres hohen Lichtschutzfaktors auch für Erwachsene mit sehr heller oder empfindlicher Haut gut geeignet, zumal die sie keine reizende Duftstoffe enthalten.

Weiterhin gilt: Meiden, Kleiden, Cremen
Auch wenn die meisten Sonnenschutzmittel für Kindern den Anforderungen an den Lichtschutzfaktor gerecht werden, gelten weiterhin die Empfehlungen des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen zu einem angemessenen Sonnenschutz. Dieser empfiehlt die Haut generell so wenig wie möglich mit UV-Strahlung zu belasten. Beispielweise seien Aufenthalte in der direkten Mittagssonne grundsätzlich zu meiden. Zudem sollte die Haut möglichst durch angemessene Kleidung geschützt werden. Sonnenhüte für Kleinkinder sind hier ein Muss. Auch langärmlige Hemden und lange Hose können zum Schutz der Haut beitragen. Lässt sich die direkte Sonneneinstrahlung nicht vermeiden, ist für Kinder ein Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von minimal 30 vorzusehen. (fp)

Bild: Manfred Walker / pixelio.de.