Delmenhorst: Trinkwasser mit Keimen kontaminiert

Heilpraxisnet

Delmenhorst: Trinkwasser mit Keimen belastet

25.01.2015

Im niedersächsischen Delmenhorst warnen Behörden vor Keimen im Trinkwasser. Das Gesundheitsamt empfiehlt, das Wasser abzukochen. Die Stadtwerke haben zudem begonnen, das Wasser mit Chlor zu desinfizieren. Eine Gesundheitsgefährdung bestehe den Angaben zufolge nicht.

„Keine Gesundheitsgefährdung für die Trinkwasserkunden“
Die Behörden im niedersächsischen Delmenhorst warnen vor Keimen im Trinkwasser. Wie „Radio Bremen“ mitteilte, stehe nun auch fest, dass es sich dabei um E-coli-Bakterien (Escherichia coli ) handelt. Diese Keime gehören zur natürlichen Darmflora von Menschen und Tieren. Manche von ihnen können Magen-Darm-Infektionen mit Verdauungsbeschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen verursachen. Die Sprecherin der Stadtwerke Delmenhorst (SWD), Britta Fengler, hatte jedoch mitgeteilt: „Es besteht keine Gesundheitsgefährdung für die Trinkwasserkunden.“

Trinkwasser soll abgekocht werden
Das Gesundheitsamt empfiehlt bis auf weiteres, das Trinkwasser abzukochen. Die Behörde teilte mit, dass Verbraucher das Wasser nach dem Abkochen ohne Bedenken trinken könnten. Außerdem wird dazu geraten, Obst und Gemüse nur mit vorher erhitztem Wasser zu waschen. Auch zum Zähneputzen oder für medizinische Zwecke, beispielsweise zur Reinigung von Wunden, sollte ausschließlich abgekochtes Leitungswasser verwendet werden. Wie mitgeteilt wurde, bestehe dieses Abkochgebot bis auf Weiteres. Die Stadt Delmenhorst gab an, die Bevölkerung zu informieren, sobald das Trinkwasser wieder einwandfrei ist.

Wasser wird mit Chlor desinfiziert
Die Stadtwerke haben bereits damit begonnen, das Wasser mit Chor zu desinfizieren. Dies soll bis zum Ende des Monats fortgesetzt werden. Den SWD zufolge geschehe dies aus reiner Vorsorge. Es wurde mitgeteilt, dass mit der Chlorierung sichergestellt werden solle, „dass keine Belastungen ins gesamte Trinkwassernetz gelangen können“. Die Menge an beigemischtem Chlor sei so gering, dass keine Gesundheitsschäden zu befürchten seien. Das Wasser kann jedoch den chlortypischen Geruch haben.

„Geringfügige mikrobiologische Verunreinigung“
Bereits am vergangenen Donnerstag waren „geringfügige mikrobiologische Belastungen“ entdeckt worden. Mittlerweile steht fest, dass die Keime über einen Trinkwasserbrunnen ins Verbrauchernetz kamen. Und war durch eine „landwirtschaftliche Verunreinigung“, wie die SWD mitteilten. Der Brunnen in der Nähe des Wasserwerks ist inzwischen stillgelegt worden. Mit E-coli-Bakterien verunreinigtes Trinkwasser ist leider keine Seltenheit, erst im September vergangenen Jahres war aus der rheinland-pfälzischen Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie der Gemeinde Grafschaft über eine entsprechende Kontaminierung berichtet worden. (ad)

Bild: piu700 / pixelio.de

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