Deutliche Zunahme ambulanter Operationen

Fabian Peters

Anzahl der ambulanten Operation in Sachen erheblich gestiegen

15.07.2013

In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der ambulanten Operationen in den Krankenhäusern in Sachsen vervierfacht, berichtet der Verband der Ersatzkassen (vdek) in einer aktuellen Pressemitteilung. So hätten im Jahr 2011 rund 101.000 Patienten die Nacht nach einer Operation bereits wieder daheim verbracht, im Jahr 2002 seien es nur 24.000 Patienten gewesen. Wie sich die Zahl der Gesamteingriffe in dem gleichen Zeitraum entwickelt hat beziehungsweise welchen Anteil die ambulanten Eingriffen an den Gesamteingriffen einnehmen, geht aus der Mitteilung des Ersatzkassenverbandes jedoch nicht hervor.

Insgesamt liegt Sachsen laut Angaben des vdek bei den ambulanten Operationen der Kliniken deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Dies ist dem Ersatzkassenverband zufolge jedoch keineswegs auf Nachteile oder Schwächen im sächsischen Kliniksektor zurückzuführen, sondern vielmehr Ausdruck der hochmodernen Eingriffsmöglichkeiten. „Durch die sogenannte Schlüssellochchirurgie kann inzwischen bei vielen Eingriffen auf große Schnitte in den Körper verzichtet werden“, berichtet der vdek. Dabei nutzen die Chirurgen sehr verkleinerten Instrumenten, welche durch eine kleine Öffnung (daher Schlüsselloch) eingeführt werden. Auf diese Weise könne beispielsweise ein Leistenbruch verschlossen oder der Knorpel am Kniegelenk geglättet werden, berichtet der Ersatzkassenverband.

Die Leiterin der sächsischen vdek-Landesvertretung, Silke Heinke, erläuterte, dass „dank verfeinerter Operationstechniken und moderner Narkoseverfahren Patienten nicht mehr länger im Krankenhaus bleiben (müssen), um überwacht zu werden.“ Dies erkläre den deutlichen Anstieg der ambulanten Eingriffe. Auch würden sich „viele Patienten im gewohnten häuslichen Umfeld schneller als in der Klinik“ erholen. Bevor jedoch die Entscheidung für einer ambulante Behandlung getroffen wird, sollten sich die Patienten gründlich beraten lassen, mahnte Heinke. Eine Warnung, die dringend Berücksichtigung finden sollte, denn ohne Unterstützung kann der Alltag auch nach einer kleineren ambulanten Operation oftmals zunächst nur schwer bewerkstelligt werden. (fp)

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