Diabetes: Kältegefühl im Fuß oft Nervenschäden

Heilpraxisnet

Kältegefühl in den Füßen bei Diabetikern weist auf Nervenschäden hin

15.05.2014

Bei Menschen mit Diabetes kann eine schlechte Blutzuckereinstellung zu Schäden an den Nerven führen. Bemerkbar können sich diese über ein Kälte- oder Kribbelgefühl in den Füßen machen. Bei solchen Symptomen sollten Patienten ihren Arzt informieren.

Kälte- oder Kribbelgefühl in den Füßen
Eine schlechte Blutzuckereinstellung kann bei Menschen mit Diabetes zu Schäden an den Nerven führen. Betroffene können solche Nervenschäden beispielsweise daran bemerken, dass es in beiden Füßen kribbelt oder sie den Eindruck haben, ihre Füße seien zu kalt, obwohl sie sich beim Berühren warm anfühlen. Darauf weist das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa hin. Ein weiteres Anzeichen könnte sein, dass eine Wunde am Fuß nicht wehtut, da das Schmerzempfinden gestört ist.

Jeden Tag die Füße kontrollieren
Bemerken Patienten solche oder andere vermeintlich kleine Beschwerden, sollten sie ihren Arzt informieren. Auch wenn Nervenschäden bei Diabetes (Diabetische Neuropathie) nicht heilbar sind, so lassen sie sich doch abmildern und verlangsamen, wenn sie rechtzeitig diagnostiziert und therapiert werden, wie die ÄZQ in einem neuen Merkblatt erläutert. Patienten sollten jeden Tag ihre Füße kontrollieren und unter anderem auf Blasen sowie rote oder eingerissene Stellen achten, um rechtzeitig Veränderungen festzustellen. Weder Schuhe noch Strümpfe sollten drücken oder einschnüren.

Therapien können Symptome lindern
Ärzte setzen bei der Behandlung einer Neuropathie auf verschiedene Wirkstoffe, um Schmerzen und Missempfindungen zu lindern. So hätten sich vor allem Medikamente bewährt, die ursprünglich zur Behandlung von Depressionen oder epileptischen Anfällen entwickelt wurden. Dies deshalb, da sich mit Hilfe von Antidepressiva und Antiepileptika die Schmerzwahrnehmung im Gehirn so beeinflussen lasse, dass sich die Symptome deutlich besserten. Herkömmliche Schmerzmittel würden bei einer Neuropathie meist nicht wirken, wie Experten meinen. Grundsätzlich können die Nervenschäden aber nicht geheilt, sondern nur deren Symptome gelindert werden. Damit sich die Neuropathie nicht verschlimmert, sei es wichtig, den Blutzucker, aber auch erhöhte Blutdruck- und Cholesterinwerte möglichst gut zu behandeln. Helfen kann dabei ein gesunder Lebensstil mit Abbau von Übergewicht und viel Bewegung. (sb)

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