Diabetes und Adipositas.: Video zeigt Gefährlichkeit von Cola & Softdrinks

Sebastian
Videoclip über gesundheitliche Gefahren durch Cola und andere Softdrinks
Diabetes, Adipositas, Karies: Eine Verbraucherschutzorganisation aus den USA warnt in einem neuen Videoclip vor den gesundheitlichen Gefahren durch zuckerhaltige Cola und andere Softdrinks. Bereits über eine Viertelmillion Menschen haben es innerhalb weniger Tage angeklickt.

Video warnt vor gesundheitlichen Gefahren durch Cola und Co.
„Getränkehersteller geben rund eine Milliarde US-Dollar im Jahr aus, um zuckerhaltige Drinks zu bewerben.“ Dies erfährt man in einem neuen Videoclip, mit dem die US-amerikanische Verbraucherschutzorganisation „CENTER FOR Science IN THE Public Interest“ (CSPI) auf die gesundheitlichen Gefahren durch Cola und andere Softdrinks aufmachen will. Das Video ist ein Remake eines Werbevideos von Coca Cola aus dem Jahr 1971. Nun, 44 Jahre später, sollen damit die wahren Folgen des Konsums zuckerhaltiger Getränke gezeigt werden. Innerhalb weniger Tage haben über 260.000 Menschen das Video angeklickt.

So ungesund sind Cola und Co. Neues Video zeigt die Wirklichkeit. (Bild: al62 - fotolia)
So ungesund sind Cola und Co. Neues Video zeigt die Wirklichkeit. (Bild: al62 – fotolia)

Zahlreiche Krankheiten durch zuckerhaltige Getränke
Softdrinkhersteller wie Coca Cola oder Pepsi werben seit Jahrzehnten damit, dass ihre Getränke nicht nur lecker sind, sondern auch Freude bereiten und glücklich machen. Im genannten Remake-Spot singen verschiedene Menschen darüber, was zuckerhaltige Getränke tatsächlich bewirken können. Diabetes, Adipositas, Bluthochdruck und Zahnausfall sind nur einige der Folgen dauerhaften Konsums von Softdrinks und Cola. In dem Clip ist unter anderem ein Diabetiker zu sehen, der sich eine Spritze setzt oder ein junger Mann, der sich eine Zahnprothese einsetzt – das alles zur Melodie des Jahrzehnte alten Coca Cola Videos.

„Multi-Milliarden-Dollar-Gehirnwäsche-Kampagne“
Einem Bericht der „Frankfurter Rundschau“ zufolge sagte der CSPI-Geschäftsführer Michael F. Jacobson: „In den vergangenen 45 Jahren haben sich Coca-Cola und andere Hersteller von Zucker Getränke anspruchsvollste und manipulative Werbetechniken ausgedacht, um Kinder und Erwachsene davon zu überzeugen, dass ihnn ein gesundheitsschädliches Getränk ein gutes Gefühl verleiht.“ Insbesondere der besagte Clip aus dem Jahr 1971 ärgere den Verbraucherschützer: „Da wurde eine Multi-Milliarden-Dollar-Gehirnwäsche-Kampagne entwickelt, um uns von unseren Diabeteserkrankungen mit glücklichen Gedanken abzulenken. Wir dachten, es sei höchste Zeit, die Melodie zu ändern.“

Zuckergehalt und Kalorien auf Produkten angegeben
Softdrinks und andere zuckerhaltigen Getränke sind laut CSIP die größte Kalorien-Quelle der amerikanischen Ernährung. „Zuckerhaltige Limonade ist natürlich nicht die einzige Ursache, die zu ernährungsbedingten Krankheiten führen kann, aber sie ist eine der Hauptursachen“, erklärte der Mediziner Dr. Jeffry Gerber, der auch selbst in dem Aufklärungsfilm mitwirkte. „Als Arzt frage ich meine Patienten sehr oft, wie sie sich ernähren und welche Getränke sie häufiger zu sich nehmen.“ Er sagte weiter: „Ich sehe tatsächlich einen Zusammenhang zwischen hohem Limonaden-Konsum und chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Herzkrankheiten und Übergewicht. Und das täglich.“ Das Unternehmen Coca Cola hatte hervorgehoben, dass sie auf allen ihren Produkten kennzeichne, wie viel Zucker und Kalorien enthalten seien.

Alternativen sind auch nicht viel besser
Die meisten der großen Produzenten haben in den vergangenen Jahren auch Getränke auf den Markt gebracht, die weniger oder keinen Zucker enthalten. Doch auch an diesen Alternativen gibt es Kritik. So wurde etwa die neue grüne Coca Cola Life, die auch mit Stevia gesüßt wird, von Verbraucherschützern als „Zuckerbombe“ bezeichnet. Gesundheitsexperten zufolge wäre eine spezielle Steuer auf Zucker oder auch andere ungesunde Nahrungsmittel ein Weg, um gesellschaftlichen Problemen wie Übergewicht oder Diabetes zu begegnen. In manchen Ländern gibt es solche steuerlichen Belastungen bereits. Eine Mehrheit der Deutschen lehnt eine solche Zuckersteuer jedoch ab, wie eine Umfrage vor wenigen Wochen ergab. (ad)