Die Zahl der Demenzkranken wird drastisch steigen

Alfred Domke
Gesundheitsministerin rechnet mit starkem Anstieg der Demenzkranken
Die Zahl der Demenzkranken steigt immer weiter. Auch in Bayern. Laut Gesundheitsministerin Melanie Huml leiden derzeit rund 230.000 Menschen im Freistaat an Demenz. Schon in vier Jahren könnten es 40.000 mehr sein.

Jeder Zweite fürchtet sich vor Demenz
Laut einer aktuellen Umfrage zur Angst vor Krankheiten fürchten sich die meisten Deutschen zwar vor einem Krebsleiden, doch auch rund jeder zweite gab an, Angst vor Demenz zu haben. Dass diese Furcht nicht unberechtigt ist, zeigt auch der Alzheimer-Bericht, demzufolge weltweit alle 3,2 Sekunden eine weitere Demenz-Diagnose gestellt wird. Auch hierzulande wird davon ausgegangen, dass die Zahl der Demenz-Patienten steigen wird.

In Bayern wird sich die Zahl demenzkranker Menschen deutlich erhöhen. Prognosen gehen davon aus, dass die Zahl von derzeit 230.000 bis zum Jahr 2032 auf 340.000 steigen wird. (Bild: highwaystarz/fotolia.com)
In Bayern wird sich die Zahl demenzkranker Menschen deutlich erhöhen. Prognosen gehen davon aus, dass die Zahl von derzeit 230.000 bis zum Jahr 2032 auf 340.000 steigen wird. (Bild: highwaystarz/fotolia.com)

Anzahl der Demenz-Patienten nimmt zu
Die Zahl an Demenz erkrankter Menschen in Bayern wird in den kommenden Jahren stark steigen. „Mit voranschreitender Alterung der Gesellschaft nimmt die Anzahl der Demenzerkrankten zu. In der Altersgruppe der über 90-Jährigen weist heute mehr als jeder Dritte demenzielle Symptome auf. Derzeit leben in Bayern mehr als 230.000 Menschen mit einer Demenzerkrankung. Etwa 70 Prozent davon sind Frauen“, heißt es auf der Webseite des bayerische Gesundheitsministeriums.

Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa erklärte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Samstag beim 10. Neuropsychologie-Tag der Universität Bamberg, dass Prognosen zufolge bis 2032 im Freistaat 340.000 Menschen von der Krankheit betroffen sein sollen. Für das Jahr 2020 wird von rund 270.000 Betroffenen ausgegangen.

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Versorgung dementer Personen verbessern
Von Experten wird seit Jahren bemängelt, dass das Gesundheitssystem nicht ausreichend auf Demenz eingestellt ist und es in diesem Bereich noch viel Nachholbedarf gibt.

Huml betonte, dass ihr Ziel sei, die Versorgung dementer Menschen in ganz Bayern zu verbessern. „Damit Forschungsergebnisse bei den Patienten auch ankommen, ist die Begegnung der Akteure aus Forschung, Lehre und klinischer Praxis erforderlich“, so die Ministerin. (ad)