dm-Markt ruft Peelingmaske wegen gefährlicher Krankenhauskeime zurück

Alfred Domke

Krankenhauskeime: Rückruf für Peelingmaske von dm

Die Drogeriekette dm hat einen Rückruf für den Artikel „alverde naturschön Peelingmaske 100 ml“ gestartet. Es ist nicht auszuschließen, dass in dem Produkt vereinzelt der Keim Pseudomonas aeruginosa enthalten ist. Dieser Erreger zählt zu den zwölf Bakterien mit der größten Gefahr für die menschliche Gesundheit.

Gefährlicher Keim in Peelingmaske

Die Drogeriemarktkette dm ruft den Artikel „alverde naturschön Peelingmaske 100 ml“ zurück. Nach Unternehmensangaben ist ausschließlich Ware mit den Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) 09/2019 und 10/2019 betroffen. Das MHD ist leicht auf dem Tiegeletikett zu erkennen. „Grund für die Warnung und den Rückruf: In den Produkten der genannten MHDs ist nicht auszuschließen, dass vereinzelt der Keim Pseudomonas aeruginosa enthalten ist“, heißt es in einer Mitteilung.

Die Drogeriemarktkette dm ruft den Artikel „alverde naturschön Peelingmaske 100 ml“ zurück. Das Produkt könnte einen gefährlichen Krankenhauskeim enthalten. (Bild: Valua Vitaly/fotolia.com)

Infektionen möglich

Kunden werden dringend gebeten, das betroffene Produkt nicht zu verwenden und ungeöffnet oder bereits angebrochen in die dm-Märkte zurückzubringen. Der Kaufpreis wird erstattet.

Wie dm schreibt, „kann es beispielsweise bei bestehenden Hautverletzungen in Einzelfällen zu einer Infektion mit diesem Keim kommen.“

Pseudomonas aeruginosa ist ein sogenannter Krankenhauskeim.

Gegen Antibiotika resistent

Das Bakterium „zählt weltweit zu den häufigsten Ursachen von nosokomialen Lungenentzündungen bei Beatmung, Wund- und Harnwegsinfektionen; die Bakterien können auch eine Blutstrominfektion (Sepsis) auslösen“, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI).

„Die meisten P. aeruginosa-Stämme sind von Natur aus gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent“, so die Experten.

Pseudomonas aeruginosa wird auch in einer Liste der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit den „12 Bakterienfamilien, die die größte Bedrohung für die menschliche Gesundheit darstellen“, aufgelistet.

Bei diesen Keimen seien Resistenzen gegen Carbapeneme aufgetreten. Das sind Antibiotika, die in der Regel erst dann eingesetzt werden, wenn andere Antibiotika nicht wirken. (ad)