dothiv unterstützt den Kampf gegen AIDS

Heilpraxisnet

Neue Endung „.hiv“ soll die Bekämpfung von AIDS unterstützen

29.08.2014

Bislang waren es Internetnutzer gewohnt, Internetseiten mit Endungen wie „.de“, „.com“ oder „.net“ anzusteuern. Doch seit dieser Woche können Unternehmen und Organisationen die Domains ihrer Websites auch auf „.hiv“ enden lassen und damit eine „digitale rote Schleife“ tragen. Durch das Projekt möchte die soziale Initiative „dotHIV“ erreichen, dass der Kampf gegen AIDS ins Internet getragen wird.

Unternehmen können ihre Web-Adresse nun auch auf „.hiv“ enden lassen
Neben den geläufigen Domain-Endungen wie „.de“ oder „.org“ können Unternehmen und Organisationen seit dem 26. August ihre Webadresse nun auch mit dem Kürzel „.hiv“ enden lassen. Vergeben werden die neuen Adressen weltweit von der Berliner Initiative „dotHIV“, einem Sozialunternehmen, das nach eigenen Angaben vom dotHIV gemeinnützigen e.V. und der TLD dotHIV Registry GmbH getragen wird. Mit ihrem Projekt verfolgt die Initiative ein klares Ziel: Die Bekämpfung der Immunschwächekrankheit AIDS mithilfe des Internets. Dafür werde zum einen für jeden Klick auf eine Seite mit „.hiv“-Endung 0,1 US-Cent an Hilfsprojekte gespendet, zudem sollen auch die Gebühren für die neuen Adressen (ab 13€ im Monat) direkt an Hilfsorganisationen weitergeleitet werden.

Internetnutzer können auf zwei Wegen Projekte unterstützen
Dadurch kann der Internet-Nutzer den Kampf gegen AIDS also auf zwei Wegen unterstützen. Einerseits durch die Sicherung einer eigenen .hiv-Endung, für die monatlich Gebühren gezahlt werden, aber durch den Klick auf eine andere Site mit entsprechender Adresse. Wer also beispielsweise die Adresse „magazin.hiv“ eingibt, kann sich im Online-Magazin der Deutschen AIDS-Hilfe informieren, zugleich bewirkt der Klick aber auch, dass dotHIV eine Spende an Hilfsorganisationen entrichtet. „Stellen Sie sich vor, Sie nutzen .hiv wie Sie auch .com nutzen. Jedes Mal, wenn Sie eine Website mit .hiv besuchen, zum Beispiel um ein Kinoticket auf movies.hiv zu kaufen oder auf store.hiv zu shoppen, wird eine kleine Spende an HIV und AIDS-Projekte weitergeleitet“, so Carolin Silbernagl, Mitgründerin von dotHIV und Geschäftsführerin der TLD dotHIV Registry GmbH.

Unternehmen können mit .hiv „eine digitale rote Schleife“ tragen
„Unternehmen und Organisationen auf der ganzen Welt können mit .hiv eine digitale rote Schleife tragen, als Symbol der Solidarität und als Beitrag zur Unterstützung der Menschen mit HIV“, schreibt die Initiative in einer aktuellen Pressemitteilung. Den Anfang hätten diese Woche bereits erste .hiv Websites gemacht, darunter beispielsweise die Seite der Alicia Keys HIV-Charity „Keep a child alive“ und die Deutsche Aidshilfe, die nun auch unter „aidshilfe.hiv“ erreichbar ist. Zudem hätten sich laut dotHIV viele andere große Marken wie z.B. Amazon, instagram und Linkedin bereits eine Adressen bei der Initiative gesichert.

Initiative „We-ACTx for Hope“ in Ruanda als Pilotprojekt
Das erste große Spendenprojekt sei dabei laut dem Verein die Initiative „We-ACTx for Hope“, eine Organisation, die sich um die Versorgung HIV-infizierter Kinder und Frauen in Ruanda kümmert. Diese Arbeit solle nach Angaben von dotHIV mit den Spenden durch die ersten 61.801.000 Klicks unterstützt werden, was bei 0,1 US-Cent pro Klick einer Summe von 61.801 Euro entspricht. Nach Ruanda würden Projekte in den USA, der Türkei und Südafrika unterstützt, zukünftig könnten sich Organisationen aus der ganzen Welt bei dotHIV um Förderung bewerben, zudem solle die Internet-Community auf click4life.hiv mitbestimmen, wer die Gelder bekommt.

Seit Anfang 2014 rund 1000 neue Adressendungen im Netz
Die Vergabe von sogenannten „Top Level Domains“ (TLD) wird von der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) koordiniert, die seit der Einführung der Domains .com und .de zunächst nur wenige neue Endungen zuließ. Im Juni 2008 wurden die Vorgaben jedoch gelockert, wodurch seit dem im Prinzip jeder mögliche Begriff registriert werden kann, sofern er nicht gegen die Grundsätze der ICANN verstößt oder einer anderen Domain zu ähnlich ist. Dadurch seien laut dotHIV seit Anfang 2014 rund 1000 neue Adressendungen im Netz präsent, die Endung .hiv sei dabei jedoch einzigartig, da kein anderes soziales Anliegen eine eigene Domainendung besetzen würde. „Ab heute werden wir mit anderen TLDs als .com und org. auftreten. Es wird nun möglich sein, auf .hiv Adressen wie amazon.hiv, gmhc.hiv und sport.hiv zu klicken und dadurch einen Unterschied zu machen im Kampf gegen AIDS“, so Carolin Silbernagl weiter.

Bild: Rike / pixelio.de