Dr. Wolfgang Hevert-Preis 2016 für ADHS-Therapie

Sebastian
Dr. Wolfgang Hevert-Preis 2016 für den Einsatz klassisch homöopathischer Therapie bei Kindern mit AD(H)S
Dr. med. Klaus von Ammon, Leiter klinische Forschung Homöopathie am Institut für Komplementärmedizin IKOM der Universität Bern, erhielt den Dr. Wolfgang Hevert-Preis 2016 für das Studiendesign zum Einsatz klassisch homöopathischer Therapie bei Kindern mit AD(H)S.

Odermennig war schon in der Antike eine vielfach angewandte Heilpflanze. (Bild: tunedin/fotolia.com)
Odermennig war schon in der Antike eine vielfach angewandte Heilpflanze. (Bild: tunedin/fotolia.com)

Den mit 10.000 Euro dotierten Preis überreichten Marcus und Mathias Hevert, Geschäftsführer von Hevert-Arzneimittel, im Rahmen des Naturheilkunde-Symposiums „Spitzen-Prävention und Naturheilkunde“ in Nussbaum. Eine mit anerkannten Experten hochkarätig besetzte Preiskommission hatte zuvor die Bewertung der zahlreichen eingereichten Arbeiten übernommen.

Hintergrund der Studie
Aufmerksamkeitsstörungen mit und ohne Hyperaktivität (AD(H)S) gehören mit 5–25% zu den häufigsten neuropsychiatrischen Diagnosen im Kinder- und Jugendalter. Stimulantien (z.B. Methylphenidat (Ritalin®, MPH)) sind die am meisten verwendeten Medikamente innerhalb einer multimodalen konventionellen Therapie. Mit Klassischer Homöopathie sind ähnlich erfolgreiche Behandlungen und kontrollierte Untersuchungen ohne Nebenwirkungen berichtet worden. Neurophysiologische (EEG), funktionelle (fMRI) und Stoffwechsel-Untersuchungen (Urin-Eiweiß-Körper) zur Wirkungsweise dieser Therapiemethode fehlen bisher.

Das Studiendesign soll die primäre Fragestellung beantworten, ob klassisch homöopathische Therapie bei Kindern mit AD(H)S eine ähnlich deutliche klinische Besserung bewirken kann wie es bei Kindern unter MPH-Therapie der Fall ist. Die funktionellen und Stoffwechsel-Untersuchungen werden weitere Fragen beantworten.

Methode
Zur Diagnose und zum klinischen Verlauf werden neurologische und neuropsychologische Untersuchungen, zur Neurophysiologie Hirnstrom-Messungen (EEG), zur Bildgebung die funktionelle Kernspin-Tomografie (funktionelle Magnetresonanz unter Ruhebedingungen, fMRI) und für Stoffwechsel-Untersuchungen Urin-Peptid-Konzentrations-Messungen nach international etablierten höchsten wissenschaftlichen Standards Verwendung finden.