Gefahr: E-Shisha bei Jugendlichen beliebt

Astrid Goldmayer

Vorsicht bei Wasserpfeifen: Fachleute warnen vorm E-Shisha-Trend

14.03.2014

E-Shisha erfreuen sich derzeit bei Schülern größter Beliebtheit. Im Gegensatz zu E-Zigaretten unterliegen die elektronischen Wasserpfeifen nicht den Regelungen zum Jugendschutz. Fachleute raten jedoch vom Konsum der bunten Pfeifen ab. Einerseits animierten sie junge Menschen zum Rauchen, andererseits enthielten sie zum Teil gesundheitlich bedenkliche Substanzen, so die Experten.

Noch keine wissenschaftlich fundierten Untersuchungen zum Gesundheitsrisiko von E-Shishas
E-Shishas sind vor allem bei Schülern sehr begehrt. Fachleute warnen jedoch vor den bunten Wasserpfeifen. „Die E-Shishas bringen Kinder und Jugendliche dem Rauchen näher“, sagt Oliver Müller-Maar vom Drogenreferat der Stadt Frankfurt gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“. „Sie erniedrigen die Hemmschwelle zum Rauchen von Shishas und Zigaretten“, bestätigte auch Daniela Hubloher von der Verbraucher-Zentrale Hessen gegenüber der Agentur. Die Liquid-Verdampfer gibt es zahlreichen Geschmacksrichtungen wie Schoko, Bubble Gum oder Erdbeere. Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge, besteht keine Altersbeschränkung beim Kauf oder Konsum von E-Shishas, da sie nicht dem Jugendschutzgesetz unterliegen.

Da die Produkte relativ neu seien, gebe es noch keine detaillierten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum gesundheitlichen Risiko der elektronischen Wasserpfeifen, berichtet Prof. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. Ähnlich wie bei E-Zigaretten bestünden aber gesundheitliche Bedenken hinsichtlich der Inhaltsstoffe der Liquids. So enthielten einige Shishas trotz anders lautender Deklarierungen Nikotin. „Dieses kann sehr schnell abhängig machen und zu gesundheitlichen Schäden führen“, informiert die Behörde.

„Was da verdampft, ist sehr unterschiedlich, je nach Hersteller“, erläutert Müller-Maar. Neben Nikotin enthalten viele Liquids Propylenglykol, das Atemwegsreizungen und Allergien verursachen kann. „Solange keine unabhängige Analyse der Inhaltsstoffe und der inhalierten Dämpfe eine gesundheitliche Unbedenklichkeit der Produkte nachweist – auch im Hinblick auf einen Langzeitgebrauch – rät die BZgA vom Konsum von E-Shishas ab. Insbesondere gehören diese Produkte nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen“, so das Fazit von Pott. „Und sie sind auch noch teuer“, ergänzt Hubloher. (ag)

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Bild: Daniel Knußmann / pixelio.de