Ebola-Epidemie: Mobiles Labor der Bundeswehr

Heilpraxisnet

Bundeswehr mit mobilem Labor gegen Ebola

05.11.2014

Rund 5.000 Menschen sind in Westafrika bislang in Folge der Ebola-Epidemie gestorben. Der Kampf gegen sie Seuche findet mittlerweile weltweit statt. Hilfe kommt aus zahlreichen Ländern. Auch die Bundeswehr will einen Teil dazu beitragen. Mit einem mobilen Speziallabor soll in den betroffenen Ländern geholfen werden.

Weltweiter Kampf gegen die Seuche
Rund 14.000 Ebola-Infektionen sowie 5.000 Todesfälle wurden in Westafrika bislang registriert. Der Kampf gegen die tödliche Infektionskrankheit findet mittlerweile weltweit statt. So haben sich vor wenigen Tagen einer dpa-Meldung zufolge Gesundheitsexperten und Regierungsvertreter aus 34 mehrheitlich amerikanischen Ländern in Kuba auf gemeinsame Strategien zur Ebola-Bekämpfung geeinigt. Auch die Soldaten der deutschen Bundeswehr sollen nun einen Beitrag leisten. Mit einem mobilen Speziallabor wollen sie den Kampf gegen Ebola in Westafrika unterstützen.

Speziallabor der Bundeswehr
Die Ausrüstung für dieses Labor passt einem Bericht der „Welt“ zufolge in 25 Transportboxen, die 32 Kilo schwer sind. Damit könne dann getestet werden, ob ein Patient, der typische Ebola-Symptome zeigt, tatsächlich mit dem Virus infiziert ist oder an einer anderen Krankheit leidet. Den Angaben zufolge proben die Einsatzkräfte am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München den Ernstfall. Derzeit werden dort in einem Zelt verschiedene Situationen durchgespielt, damit vor Ort alles sitzt. Es geht unter anderem darum, wie der optimale Ablauf ist, um das Labor schnell und sicher zu nutzen oder darum, wie sich die Helfer verhalten sollen, wenn jemand die Blutprobe eines Patienten verschüttet.

Laborergebnisse innerhalb von vier Stunden
Oberfeldarzt Roman Wölfel erklärte einer dpa-Meldung zufolge: „Unser Vorteil ist, dass wir es gewohnt sind, unter einfachsten Bedingungen zu arbeiten.“ Der Mediziner hat das mobile Labor für Auslandseinsätze mitentwickelt. Seiner Aussage nach sei es das modernste, was es derzeit gäbe. „Wir können das alles hier trotzdem in jeder Bude aufbauen“, so Wölfel. Von den Hilfsorganisationen vor Ort werden die Blutproben der Patienten zum Labor gebracht, die dort von den Experten untersucht werden. Innerhalb von vier Stunden wissen sie, ob ein Patient an Ebola erkrankt ist. Dann geht das Ergebnis an die Behandlungsstationen, die wegen Personalmangels und Kostengründen solche Labore nicht betreiben können.

Team ist innerhalb von 72 Stunden zum Abflug bereit
„Mit der Diagnostik ist es möglich, die Pflege und auch die Quarantänemaßnahmen, die man vor Ort zur Eindämmung der Krankheit momentan ausübt, gezielt auf die Stellen einzusetzen, wo sie auch wirklich erforderlich sind“, so Wölfel. Die Experten schützen sich mit entsprechenden Anzügen gegen eine Infektion bei der Arbeit. Das Bundeswehr-Team ist innerhalb von 72 Stunden zum Abflug bereit. Wölfel zufolge kann das Labor in sechs bis acht Stunden am Einsatzort aufgebaut werden. Es stehe aber noch nicht fest, in welches westafrikanische Land es gehen wird. Oberfeldarzt Gelimer Genzel, der dabei sein wird, macht sich keine Sorgen: „Ich fühle mich sehr gut vorbereitet und weiß, dass wir uns als Team sicher aufeinander verlassen können.“ (ad)

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de