Ebola erreicht den Kongo

Heilpraxisnet

Ausbreitung von Ebola: Erste Fälle nun auch in Kongo gemeldet

26.08.2014

Die Verbreitung des Ebola-Virus scheint ungebrochen zu sein. Das Gesundheitsministerium der Demokratische Republik Kongo vermeldet erste Infektionsfälle. Zusätzlich meldet die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass sich nun auch ein Mitarbeiter mit dem gefährlichen Virus infiziert hat. „Das Virus breitet sich unaufhaltsam aus“, so ein Sprecher des Ministeriums.

Immer mehr Menschen infizieren sich mit Ebola. Am vergangenen Sonntag meldete das Gesundheitsministerium der Republik Kongo erste Erkrankungsfälle. Der Bürgermeister der Stadt Goma im Osten Kongos, Nason Kabuya Ndowole, bestätigte zudem Meldungen der örtlichen Presse. Laut WHO ist das Virus nun bereits im fünften afrikanischen Staat ausgebrochen.

Ein Sprecher der WHO: „Bis zum heutigen Tag sind 1427 Menschen an den Folgen der Ebola-Virusinfektion verstorben“. Es handele sich bei der derzeitigen Epidemie um den bislang schwersten Ausbruch seit Entdeckung von Ebola. Im Jahre 1976 haben Wissenschaftler erstmals über das Virus in Kongo berichtet.

Erste WHO Mitarbeiter an Ebola erkrankt
Die WHO meldet, dass sich ein Mitarbeiter in Sierra Leone infiziert habe. Noch gebe es keine Details zu Alter, Geschlecht und Herkunft des WHO-Mitarbeiters. „Wir sichern dem Kollegen die bestmögliche Therapie zu“, hieß es in einer Presseerklärung der WHO. Weitere Auskünfte wollte die Weltorganisation im Hinblick auf die Privatsphäre des Mitarbeiters nicht geben.

Erstmals habe sich auch einer englischer Medizinhelfer mit der Infektionskrankheit angesteckt. Dieser leidet an den typischen Ebola-Symptomen wie Durchfall, Fieber, Übelkeit, innere und äußere Blutungen. Der britische Patient soll nach Regierungsangaben nach Großbritanien ausgeflogen werden. In London wurden eigens eine spezielle Isolierstation eingerichtet. Dort soll der Mann auch mit den neuartigen Arzneimitteln behandelt werden.

Nach Angaben der behandelnden Ärzte würde es dem Patienten „nicht bedrohlich schlecht“ gehen. Nach Angaben des britischen Gesundheitsministeriums soll eine medizinisch ausgerüstete Maschine der Royal Air Force den Patienten fliegen. Das Transportflugzeug werde auf dem Oxforter Armee-Stützpunkt landen. Der weitere Transport findet dann per Auto statt. „Eine Gefahr für Bevölkerung besteht nicht“, so ein Regierungssprecher. Der Virus werde so geht es gehe, im Schach gehalten. Der Betroffene habe schon eine längere Zeit in dem afrikanischen Land gelebt und gearbeitet.

Offensive Methoden gegen die Ausbreitung
Die westafrikanischen Staaten kämpfen unvermindert und mit massiven Methoden gegen die Ausbreitung der Viruserkrankung. So werden zum Beispiel hohe Haftstrafen in Sierra Leone angedroht, wenn Freunde oder Verwandte einen mit Ebola Infizierten zuhause verstecken. Das „Verstecken von Patienten“ wird mit mindestens zwei Jahren Haft geahndet, heißt es in er Regierungsmitteilung. Diese und weitere Maßnahmen hatte das Parlament bereits am Freitag in einer Sondersitzung beschlossen. Nun muss nur der Präsident Ernest Bai Koroma dem Gesetzesentwurf zustimmen.

In Nigeria haben Ärzte zwei Monate gestreikt. Hintergrund waren schlechte Bezahlungen und Arbeitsbedingungen. Aufgrund der Ebola-Epidemie wollen die Mediziner allerdings nunmehr an den Arbeitsplatz zurück. Nach Verlautbarungen der Ärztekammer wollte die Regierung etwa 16.000 Ärzte entlassen. Regierungsvertreter hatten angemahnt, die Mediziner würden gegen den Hippokratischen Eid verstoßen und die Patienten in Zeiten von Ebola allein lassen. Nunmehr habe man sich mit der Regierung geeinigt, so dass alle Ärzte an ihre Arbeitsplätze zurückkehren können. (sb)

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Bildnachweis: Harald Schottner / pixelio.de