EHEC: DRK ruft zu Blutspenden auf

Sebastian

EHEC: Das Deutsche Rote Kreuz ruft zu vermehrten Blutspenden auf

03.06.2011

Die EHEC Infektionsrate nimmt in Deutschland rapide zu. Allein im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf werden derzeit rund 100 schwer erkrankte Patienten mit dem HUS Syndrom intensivmedizinisch versorgt. Angesichts dieses Ausmaßes wird die Blutversorgung knapp. Daher ruft das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Bürger zu Blutspenden auf.

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Aufgrund der steigenden EHEC und des hämolytisch-urämischen Folgesyndroms „HUS“ ruft die DRK zu lebenswichtigen Blutspenden auf. Besonders für Patienten, die an dem HUS Syndrom leiden, wird dringend zusätzliches Blutplasma benötigt, wie der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen mitteilte. Kliniken seien besonders in der jetzigen Situation auf zusätzliche Zuweisungen angewiesen, da die Vorräte langsam zur Neige gehen.

Bis zum Sommer müssen die Kühllager aufgefüllt sein
Zwar können die deutschlandweit organisierten Blutspendedienste der DRK noch auf vorhandene Vorräte in den Kühllagern zurückgreifen, allerdings müsste diese im Zuge der nahenden Pfingst- und Sommerferien wieder aufgefüllt werden, wie Professor Dr. Harald Klüter, Bereichsleiter der Blutspende-Sektion Baden-Württemberg-Hessen erklärte. „Besonders kritisch ist hier die Versorgung mit den nur kurz zu lagernden Blutbestandteilen, den roten Blutkörperchen und Blutplättchen“, so Klüter.

Wer kann spenden?
Grundsätzlich kann jeder gesunde Bürger im Alter von 18 bis 70 Lebensjahren Blut spenden. Wer zum ersten Mal spendet, sollte nicht älter als 64 sein. Alle Blutspender müssen über Mindestkörpergewicht von 50 Kilo verfügen. Der Spende selbst dauert nicht meist nicht länger als 15 Minuten. Insgesamt sollte man sich auf mindestens eine Stunde einrichten. Zusätzlich zur Spende erfolgt eine ärztliche Untersuchung, das Ausfüllen eines Anmeldebogens und meist ein kleiner Imbiss zur Stärkung. Männer können sechs mal und Frau bis zu vier mal im Jahr Blutspenden. Genaue Informationen zur Blutspende und den möglichen Terminen in der Region erhalten Spendenwillige unter der kostenfreien DRK Hotline 0800-1194911 oder auf der Website des DRK-Blutspendedienstes unter www.blutspende.de. (sb)