Ein Jahr danach: Ehemaliger Ebola-Patient bei bester Gesundheit

Sebastian
Frankfurter Uniklinik: Ehemaliger Ebola-Patient heute bei „bester Gesundheit“
Die schwere Ebola-Epidemie in Westafrika kostete weit über 10.000 Menschen das Leben. Noch viel mehr infizierten sich. Internationale Hilfe fand vor allem in der betroffenen Region statt. Manche Patienten wurde aber auch in westlichen Ländern behandelt, unter anderem in Deutschland. Wie nun mitgeteilt wurde, erfreut sich ein ehemaliger Ebola-Patient der Frankfurter Uniklinik heute „bester Gesundheit“.
Schwere Ebola-Epidemie in Westafrika
Über 10.000 Tote forderte die schwere Ebola-Epidemie in Westafrika. Mehrere Zehntausend infizierten sich. Zahlreiche internationale Organisationen leisteten vor Ort Hilfe. Manche Patienten wurden zur Behandlung aber auch in westliche Länder gebracht. Bei einigen stellte sich dort raus, dass sie zwar typische Ebola-Symptome wie etwa Fieber, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen oder auch innere und äußere Blutungen hatten, aber nicht an der tödlichen Infektionskrankheit litten. Bei einem Patienten, der in der Frankfurter Uniklinik behandelt wurde, war die Diagnose jedoch eindeutig: Ein Mediziner aus Uganda hatte sich bei einem Hilfseinsatz in Sierra Leone mit Ebola infiziert und war nach Deutschland gebracht worden. Sieben Wochen lang rang er mit dem Tod, bis die Krankheit schließlich besiegt war.

Ebola-Patient heute bei bester Gesundheit. Bild: kasto - fotolia
Ebola-Patient heute bei bester Gesundheit. Bild: kasto – fotolia

Einige Patienten wurden in westlichen Ländern behandelt
Am 19. November des vergangenen Jahres wurde er als geheilt entlassen. „Der ehemalige Patient erfreut sich heute bester Gesundheit und steht noch in regelmäßigen Kontakt mit den Ärzten, die ihn in Frankfurt behandelt haben“, erklärte ein Sprecher der Uniklinik gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Er war einer von ganz wenigen Ebola-Kranken, die zur Behandlung nach Deutschland gebracht wurden. Nach Angaben des Klinikums ging es dem Mann aus Uganda bei seiner Ankunft am 3. Oktober sehr schlecht. Laut dpa war sein Zustand „kritisch“, er litt an einem Multiorganversagen. In dem Frankfurter Krankenhaus bekam er unter anderem eine intensivmedizinische Therapie und ein experimentelles Medikament. Auf der Sonderisolierstation, in der er behandelt wurde, sind über 30 Mitarbeiter pro Tag nötig, um einen einzigen Patienten zu versorgen. Die Behandlungskosten für den Ebola-Patienten wurden auf 815.000 Euro beziffert. Die Uniklinik und die italienische Hilfsorganisation, für die der Arzt tätig war, hatten sich bezüglich des Tragens der Kosten auf einen Vergleich geeinigt, die letzte Rate ist mittlerweile beglichen. (ad)