Ein Viertel der Todesfälle durch Bluthochdruck

Fabian Peters

Welt-Hypertonie-Tag: Bluthochdruck eine der häufigsten Todesursachen

17.05.2013

Den Angaben der Deutschen Hochdruckliga zufolge leidet rund ein Viertel der Menschen weltweit an Bluthochdruck (Hypertonie) und in Deutschland sind circa 35 Millionen Personen betroffen. Jeder Vierte Todesfall (26 Prozent) gehe hierzulande auf Bluthochdruck zurück. Am heutigen Welt Hypertonie Tag bieten daher „zahlreiche Selbsthilfegruppen, Hypertoniezentren, Kliniken, Arztpraxen und Apotheken Informationsveranstaltungen“ an , um über die Ursachen, Folgeerkrankungen und Präventionsmöglichkeiten bei Hypertonie aufzuklären, so die Mitteilung der Deutschen Hochdruckliga.

Unter Berufung auf die Daten der 1992 von der Harvard School of Public Health, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltbank initiierten „Global Burden of Disease Study“ (GBDS) berichtet die Deutsche Hochdruckliga, dass 13 Prozent der Todesfälle weltweit durch Bluthochdruck bedingt werden. Damit sei Hypertonie neben dem Rauchen einer der häufigsten Risikofaktoren der vermeidbaren Todesfälle. Besondere Aufmerksamkeit gilt im Rahmen des diesjährigen Welt Hypertonie Tages der häufig unterschätzten Folgeerkrankung des Bluthochdrucks, dem Vorhofflimmern, berichtete die Deutsche Hochdruckliga. „Menschen, die unter Vorhofflimmern leiden, haben ein bis zu fünffach erhöhtes Schlaganfallrisiko“, so die eindringliche Warnung der Experten.

Vorhofflimmern als Folgeerkrankung bei Bluthochdruck
Bluthochdruck kann vielfältige gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich bringen, von denen das Vorhofflimmern zu den besonders wenig bekannten und gleichermaßen schwerwiegenden zählt. „Gerade im Hinblick auf die Schlaganfallprophylaxe sind Prävention und rechtzeitige Therapie von Vorhofflimmern wichtige Maßnahmen“, so die Mitteilung der Deutschen Hochdruckliga. Den Angaben der Experten zufolge bilden sich während der Flimmerphasen in den Vorhöfen kleinste Blutgerinnsel, welche später einzelne Blutgefäße teilweise oder ganz verschließen können. Sind dabei die Arterien im Gehirn betroffen, führt dies zu einem Schlaganfall. Da bekannt sei, „dass Menschen mit Bluthochdruck ein bis zu 42 Prozent höheres Risiko für das Auftreten dieser Herzrhythmusstörung haben als Menschen mit normalen Blutdruckwerten“, müssen sie laut Mitteilung der Deutschen Hochdruckliga hier besonders vorsichtig sein. Auch „sollte jeder seine Blutdruckwerte kennen und von Zeit zu Zeit eine Blutdruckmessung durchführen“, empfehlen die Experten.

Bluthochdruck erfolgreich vermeiden
Der Bluthochdruck lässt sich laut Angaben der Deutschen Hochdruckliga oft schon „durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten, durch gesunde Ernährung, mehr Sport, eine Normalisierung des Körpergewichts, durch Nichtrauchen und einen reduzierten Alkoholkonsum“, erfolgreich beseitigen. Dennoch bleibe „in vielen Fällen eine medikamentöse Behandlung notwendig.“ Im Sinne der Schlaganfall-Prävention komme der Blutdruckkontrolle und gegebenenfalls -senkung hier eine besondere Bedeutung zu. Um diese Botschaft einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln, stehe der diesjährige Welt Hypertonie Tag unter dem Motto: „Gesunder Blutdruck – Gesunder Herzschlag“, so die Mitteilung der Deutschen Hochdruckliga. (fp)

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Bild: hamma / pixelio.de