Eingewachsenes Haar führte zu einer Riesengeschwulst: Ärzte entfernen 140-Pfund-Tumor

Alfred Domke
Ärzte entfernen 140-Pfund-Tumor aus dem Bauch eines Mannes
In den USA wurde einem Mann ein 140 Pfund schwerer Tumor aus dem Bauch entfernt. Das nicht-krebsartige Geschwulst war jahrelang gewachsen, ohne dass Ärzte die richtige Diagnose stellten. Ursache für den Tumor war offenbar ein eingewachsenes Haar.

Eingewachsene Haare können gefährlich werden
Eingewachsene Haare können äußerst unangenehme Folgen haben. Es kann dadurch unter anderem zu schmerzhaften Entzündungen oder einem Abszess kommen. In den USA musste ein Mann erfahren, wie schwerwiegend die Folgen im Extremfall sein können. Bei dem heute 57-Jährigen aus Mississippi sorgte vermutlich ein eingewachsenes Haar am Unterbauch dafür, dass sich ein Riesentumor bildete, der 140 Pfund schwer wurde. Ärzte haben den Patienten nun von dem gigantischen Geschwulst befreit.

In den USA haben Ärzte bei einem Mann einen 140 Pfund schweren Tumor entfernt. Das nicht-krebsartige Geschwulst war jahrelang gewachsen. Ärzte hielten den Patienten zunächst einfach für zu dick. (Bild: Tobilander/fotolia.com)

140 Pfund schwerer Tumor entfernt
Laut Medienberichten begann der Unterbauch von Roger Logan aus Mississippi vor über zehn Jahren so stark zu wachsen, dass er sich deswegen zum Arzt begab. Dieser sagte ihm, er sei „einfach zu fett“.

Doch in Wirklichkeit wuchs dem Mann ein Tumor in seinem Bauch, berichtet die Zeitung „Bakersfield“.

Vor wenigen Tagen ist dem heute 57-Jährigen das Riesengeschwulst in einem Krankenhaus in Bakersfield (Kalifornien) entfernt worden – die Wucherung hatte bereits ein Gewicht von 140 Pfund erreicht.

Nicht-krebsartiges Geschwulst
Den Angaben zufolge handelte es sich um ein nicht-krebsartiges Geschwulst. Nach Angaben der Mediziner entstand der Tumor vermutlich durch ein eingewachsenes Haar am Unterbauch, das sich später entzündete und eine eigene Durchblutung entwickelte.

Zuletzt habe der Tumor bis zum Boden gereicht, wenn der Patient saß. Logan hatte die letzten Jahre wegen der Wucherung weitgehend in einem Liegestuhl verbracht. Er habe nur hin und wieder aufstehen können. Job und Hobbys habe er aufgeben müssen.

Laut dem Zeitungsbericht war im vergangenen Jahr eine Operation gescheitert. Logan habe daraufhin seinen Lebensmut verloren und vorübergehend aufgehört zu essen und zu trinken.

Patient konnte jahrelang nicht gehen
Doch seine Frau gab nicht auf. „Sie hat mich immer weiter gepuscht“, sagte Logan. „Sie hat mich nicht aufgegeben.“

Auf der Suche nach Hilfe wurde sie schließlich in Bakersfield fündig, das über 3.000 Kilometer vom Wohnort der Logans entfernt liegt.

In wenigen Tagen darf der Patient nach Hause zurückkehren. Er freut sich darauf, wieder Sachen machen zu können, die ihm jahrelang nicht möglich waren, unter anderem Gehen. „Meine Füße sind zusammen“, sagte er. „Sie waren seit Jahren nicht zusammen.“

Seinen Liegestuhl will er schnell verkaufen und durch ein Sofa für sich und seine Frau ersetzen.

Entfernung gigantischer Tumore
Seit Jahren wird immer wieder über die Entfernung gigantischer Tumore berichtet. So wurde etwa 2013 in der Frauenklinik am Krankenhaus Lübbecke-Rahden (Nordrhein-Westfalen) ein 17-Kilo-Tumor der Eierstöcke einer Patientin beseitigt.

Der weltweit bislang größte operativ entfernte Tumor wog 90 Kilogramm. Dieser wurde Anfang 2012 von einem internationalen Ärzteteam in einem über 13-stündigen Eingriff bei einem Mann aus Vietnam beseitigt. (ad)