Energydrinks und übermäßig Kaffee: Junge an Überdosis Koffein verstorben

Alfred Domke
16-jähriger Teenager stirbt an zu viel Koffein
Experten kritisieren immer wieder: Jugendliche nehmen zu viel Koffein zu sich. Das kann enorme gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Ein sehr hoher Konsum von Energy-Drinks, Kaffee und Co. kann bei Jugendlichen mitunter sogar tödlich enden, wie ein aktueller Fall aus den USA zeigt.

Hoher Konsum von Energy-Drinks gefährdet die Gesundheit
Viele Teenager konsumieren zu viel Koffein, vor allem in Form von Energy-Drinks. Dass solche Getränke gesundheitsgefährdend sind, ist lange bekannt. Nach höherem Konsum kann es beispielsweise zu Herzrasen und Bluthochdruck kommen. Dass die zuckersüßen Drinks ein Risiko fürs Herz darstellen, zeigt auch ein Fall aus den USA. Dort bekam ein Jugendlicher nach dem Konsum von mehreren verschiedenen koffeinhaltigen Getränken schwere Herzrhythmusstörungen und starb.

In den USA ist ein Jugendlicher an einer Überdosis Koffein gestorben. Der 16-Jährige hatte innerhalb kurzer Zeit einen Milchkaffee, einen Energy-Drink und eine koffeinhaltige Limonade getrunken. (Bild: beermedia.de/fotolia.com)

Tod durch Überdosis Koffein
Medienberichten zufolge ist im US-Bundesstaat South Carolina ein 16-Jähriger an einer Überdosis Koffein gestorben.

Den Angaben zufolge hatte der Teenager innerhalb von zwei Stunden einen Milchkaffee, eine große Flasche koffeinhaltige Diät-Mountain-Dew-Limonade und einen Energy-Drink getrunken.

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Laut „CNN“ brach der Jugendliche in einem Klassenraum an seiner Schule in der Nähe der Stadt Columbia zusammen, wurde mit schweren Herzrhythmusstörungen in ein Krankenhaus gebracht und erlitt dort schließlich einen Herzstillstand.

Jungen an „völlig legale Substanz“ verloren
Wie der Gerichtsmediziner Gary Watts erklärte, war der 16-Jährige gesund gewesen, er hatte keinen Herzfehler. Auch Drogen oder Alkohol waren nicht im Spiel.

„Das war keine Überdosis“, so Watts. Der Junge sei an einer „völlig legalen Substanz“ gestorben. „Unser Ziel ist es, die Menschen, vor allem die jungen Kinder in der Schule, darüber zu informieren, dass diese Getränke gefährlich sein können, und dass sie sehr vorsichtig damit sein sollen, wie sie sie verwenden und wie viel sie davon trinken.“

Auch der Vater des Verstorbenen richtete einen Appell an alle Eltern: „Bitte sprecht mit euren Kindern über die Gefahren dieser Energy-Drinks.“

Watts zufolge könne vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Gefahr von Koffein nur schwer eingeschätzt werden.

Es gebe Menschen, die könnten deutlich mehr Koffein konsumieren als der Verstorbene und hätten keine Probleme.

Auf sogenannte Energiegetränke verzichten
Dies war nicht der erste Todesfall, der mit Energy-Drinks in Verbindung gebracht wird. Vor wenigen Jahren war beispielsweise eine 14-jährige US-Amerikanerin nach zwei solcher Getränke verstorben.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schreibt in einer älteren Mitteilung, dass zwar in einigen Fallberichten nach dem Konsum von Energy-Drinks zum Teil auch Todesfälle beschrieben wurden, eine Kausalität aber nicht eindeutig nachgewiesen wurde.

Doch „aus Sicht des BfR können sich gesundheitliche Risiken ergeben, wenn Energy Drinks oder Energy Shots in hohen Mengen konsumiert werden. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass insbesondere der gleichzeitige Konsum von Energy Drinks und höheren Mengen an Alkohol und/oder ausgiebige körperliche Betätigung das Risiko für negative gesundheitliche Effekte erhöhen“, so die Experten.

„Bestimmte Verbrauchergruppen, wie Kinder, Schwangere, Stillende und koffeinempfindliche Personen, sollten auf den Konsum von derartigen Energiegetränken verzichten“, heißt es dort weiter.

In Deutschland wird immer wieder über ein mögliches Verbot von Energy-Drinks diskutiert. (ad)