Entzündete Leber: Hepatitis ist mittleweile sehr gut behandelbar

Fabian Peters
Gelbsucht: Welt-Hepatitis-Tag macht auf die Krankheit aufmerksam
Unter dem Motto „Hepatitis verhindern – Es liegt an Dir“ findet am 28. Juli der Welt-Hepatitis-Tag statt. Der Aktionstag soll dazu beitragen, über die Krankheit aufzuklären und zur Früherkennung von Entzündungen der Leber beizutragen.

(Bild: bluebay2014/fotolia.com
Leberinfektionen mit Hepatitis-Viren lassen sich heute in vielen Fällen erfolgreich behandeln. (Bild: bluebay2014/fotolia.com)

Hepatitis verhindern – Es liegt an dir“
Der Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli steht unter dem Motto: „Hepatitis verhindern – Es liegt an dir“. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte den Aktionstag 2011 eingeführt, um auf die Bedrohung durch die Infektionskrankheit aufmerksam zu machen. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, hat die Deutsche Leberstiftung nun mit Blick auf den Welt-Hepatitis-Tag eine bessere Aufklärung über die häufig unentdeckte Krankheit gefordert. Über eine Million Menschen in Deutschland sind an Virushepatitis erkrankt, viele von ihnen wissen nichts davon. Leberzirrhose oder Leberkrebs können die Folge sein. „Ein Problem ist, dass Lebererkrankungen oft unerkannt bleiben. Daher müssen wir gezielt danach suchen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Michael Manns. Der Professor an der Medizinischen Hochschule Hannover hat laut der dpa-Meldung auch an der Entwicklung von neuen Medikamenten gegen Hepatitis C mitgewirkt.

Viele Patienten wissen nichts von ihrer Infektion
Patienten wissen oft nichts von ihrer Leberentzündung,  hatten die Experten kürzlich berichtet. Und das obwohl beispielsweise Hepatitis C mit Hilfe von Medikamenten fast immer geheilt werden kann. Da so viele Menschen in Deutschland mit Hepatitis-Viren infiziert sind und es nicht wissen, sprechen Gesundheitsexperten manchmal auch von einer stillen Volksseuche. Nur rund ein Drittel der Betroffenen entwickelt die typische Gelbsucht, ein Drittel der Infizierten bemerkt lediglich Grippe-Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen oder Müdigkeit und ein weiteres Drittel spürt nichts von der Erkrankung. Die Spätfolgen können jedoch lebensbedrohlich sein. (ad)