Erblindungsgefahr: Diabetiker müssen regelmäßig zum Augenarzt

Sebastian
Diabetiker müssen regelmäßig Augen vom Arzt kontrollieren lassen
Menschen, die an Diabetes leiden soren lassenllten ihre Augen regelmäßig von einem Arzt untersuchen lassen. Diabetiker haben ein höheres Risiko, zu erblinden. Wenn Schäden frühzeitig erkannt werden, steigt die Chance, diese durch verschiedene Maßnahmen aufzuhalten oder zu verzögern.

Regelmäßige Augenuntersuchungen. (Bild: Kadmy/fotolia)
Regelmäßige Augenuntersuchungen. (Bild: Kadmy/fotolia)

Diabetiker haben höheres Risiko zu erblinden
Die Gefahr zu erblinden ist bei Menschen mit Diabetes besonders hoch. Dies deshalb, weil dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte die feinen Blutgefäße der Netzhaut schädigen können. Darauf hat die Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe anlässlich des Sehbehindertentages am 6. Juni hingewiesen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Betroffene bemerken dies zunächst gar nicht, denn in der frühen Phase der sogenannten diabetischen Retinopathie ist das Sehvermögen meist nicht beeinträchtigt.

Mindestens einmal im Jahr zum Augenarzt
Diabetiker sollten deswegen mindestens einmal pro Jahr zum Augenarzt gehen. Wenn sich allerdings die Netzhaut bereits verändert hat, zweimal. Hat die Sehkraft der Augen schon nachgelassen, dann ist diese nicht mehr reversibel. Wenn Schäden aber früh erkannt werden, lassen sie sich möglicherweise aufhalten oder zumindest verzögern, beispielsweise durch eine Verödung der Gefäße per Laser. In manchen Fällen können Augenoperationen ein vollständiges Erblinden verhindern.

Blutzucker und Blutdruck unter Kontrolle halten
Die beste Vorbeugung besteht jedoch in einer optimalen Diabetes-Therapie. Betroffene sollten idealerweise ihren hohen Blutzucker besser in den Griff bekommen. Da auch Bluthochdruck die Blutgefäße im Auge schädigen können, sind Maßnahmen, um diesen zu senken, empfehlenswert. Dafür kann eine gesunde Lebensführung mit viel Bewegung, Reduzierung von Übergewicht und ausgewogene, gesunde Ernährung, hilfreich sein. Falls solche Maßnahmen nicht ausreichen, können vom Arzt möglicherweise Medikamente verschrieben werden. Laut diabetesDe beschleunigt ein zu hoher Blutdruck den Prozess der Retinopathie. Diabetiker sollten daher Werte von unter 140/80 mmHG anstreben. (ad)

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