Erhöhtes Diabetesrisiko auch in Bayern

Fabian Peters

KKH informiert anlässlich des Welt-Diabetes-Tages über die Zuckerkrankheit

11.11.2013

Weltweit ist die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) auf dem Vormarsch. Auch vor Bayern macht diese Entwicklung nicht halt, allerdings liegt die Zunahme der Erkrankungen hier unter dem Bundesdurchschnitt, so die Pressemitteilung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) vom Montag. Demnach hat sich die Anzahl der betroffenen KKH-Versicherten in Bayern von 2006 bis 2012 um 17,6 Prozent erhöht, während im Bundesdurchschnitt eine Zunahme der Erkrankungen um 27 Prozent beobachtet wurde.

Anlässlich des Welt-Diabetes-Tages am 14. November hat die KKH in ihrem aktuellen Newsletter auch über die Entwicklung der weltweiten Diabetes-Fälle informiert und kommt dabei zu dem Schluss, dass „Diabetes längst nicht mehr nur in westlichen Ländern ein wachsendes Problem“ ist. Denn mit der Ausbreitung der „modernen“ Fast-Food-Esskultur hätten die Menschen weltweit an Gewicht zugelegt, was auch ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes mit sich bringe. Während derzeit rund 371 Millionen Menschen global betroffen seien, schätzen die Experten der International Diabetes Federation (IDF), dass im Jahr 2030 bereits 435 Millionen Menschen an Diabetes leiden werden, berichtet die KKH.

Die KKH hat unter Berufung auf die Zahlen des IDF auch ein internationales Ranking der Länder, mit den meisten Diabetes-Erkrankungen zusammengestellt. Darin findet sich China mit rund 90 Millionen zuckerkranken Menschen auf Platz eins, Indien auf Platz zwei (rund 61 Millionen Diabetiker) und die USA liegen auf dem dritten Platz (circa 23 Millionen Erkrankungen). Deutschland folgt laut Angaben der KKH „auf Platz zwölf der unheilvollen Statistik“ (5,2 Millionen Zuckerkranke). Bezogen auf die Einwohnerzahl (circa acht Prozent er Deutschen leiden an Diabetes) ist das Erkrankungsrisiko hierzulande jedoch ähnlich hoch wie in Indien. (fp)

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Bild: Henrik Gerold Vogel / pixelio.de