Erkältung: Kinder nicht zu früh zur Schule lassen

Heilpraxisnet

Erkältung auskurieren: Kinder nicht zu früh zur Schule schicken

17.02.2015

Vor allem für Kinder ist es wichtig, eine Erkältung richtig auszukurieren. Wenn die Kleinen zu früh wieder in die Schule oder Kita geschickt werden, kann dies eine zu hohe Belastung für den geschwächten Körper sein. Es drohen schwerwiegende Folgeerkrankungen.

Erkältungen richtig auskurieren
Insbesondere für Kinder ist es wichtig, Erkältungen richtig auszukurieren. Wenn die Kleinen zu früh wieder in die Schule oder die Kita geschickt werden, kann dies für den geschwächten Körper eine zu hohe Belastung sein. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa hin. Es drohen schwerwiegende Folgeerkrankungen. So könnten sich daraus im schlimmsten Fall Lungen- oder Herzmuskelentzündungen entwickeln.

Herzmuskelentzündung durch verschleppte Erkältung
Grundsätzlich gilt natürlich auch für Erwachsene, eine vermeintlich harmlose Erkältung nicht zu „verschleppen“, sondern sich so lange auszuruhen, bis man wieder fit ist. Die Anzeichen für eine Herzmuskelentzündung sind oft sehr unauffällig, was eine rechtzeitige Diagnose erschwert. Wenn man Belastungen wie Treppensteigen ungewöhnlich anstrengend findet, könnte dies ein Hinweis sein. Weitere Anzeichen können Brust- oder Gliederschmerzen, Herzstolpern, vermehrte Müdigkeit oder ein unregelmäßiger Herzschlag sein. Im Anfangsstadium einer Lungenentzündung lassen sich Symptome wie starker Husten, leichtes Fieber sowie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen beobachten. Betroffene sollten in solchen Fällen einen Arzt aufsuchen.

Ärzte raten zu Ruhe und hoher Flüssigkeitszufuhr
Der BVKJ empfiehlt in der dpa-Meldung Ruhe, viel trinken, feuchte Luft und für wenige Tage abschwellende Nasensprays. Eltern sollten nachts am besten für frische Luft und eine Raumtemperatur von etwa 18 Grad sorgen. Eine Erkältung dauere den Medizinern zufolge normalerweise eine Woche. Wenn Kleinkinder erkältet sind, sollten sich die Eltern von ihrem Kinderarzt beraten lassen, beispielsweise darüber, welche Mittel sie verabreichen und welche besser nicht.

Mehr Väter kümmern sich um kranken Nachwuchs
Die häufigen Infekte des Nachwuchses führen berufstätige Eltern häufig in ein Dilemma. Die Kinder brauchen Betreuung und Pflege, doch die Väter und Mütter haben nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung. Eltern stehen zwar Krankheitstage für die Kinder zu, aber diese können vor allem bei kleinen Kindern schnell erschöpft sein. Erfreulich ist zumindest, dass die Betreuung des Nachwuchses offenbar mittlerweile auch mehr von Männern übernommen wird. Immer mehr Väter bleiben beim kranken Kind zu Hause, hat eine statistische Auswertung der Krankenkasse DAK Gesundheit ergeben.

Betreuungsnetzwerke oder Großeltern
Eltern, die auf keinen Fall in der Arbeit fehlen dürfen, müssen andere Betreuungsmöglichkeiten finden. Sie können zum Beispiel Betreuungsnetzwerke mit anderen Familien bilden oder auf die Großeltern zurückgreifen. In manchen Gegenden kann ein Kinderbetreuungsdienst eine Lösung sein. Der Notmütterdienst etwa bietet dies im Großraum Frankfurt/Main, Berlin, Hamburg und Köln an. „Berufstätige Eltern können bei uns Betreuer anfordern, die dann stundenweise oder rund um die Uhr, das kranke Kind betreuen“, so Birgit Rosenbaum vom Notmütterdienst in Frankfurt. Die Kosten müssen die Eltern aus eigener Tasche zahlen. „Nur wenn Mutter oder Vater selbst krank sind, können wir unsere Leistung über die Krankenkasse abrechnen.“ (ad)

Bild: wolla2 / pixelio.de