Ernährung: Einige Lebensmittel sollten Sie keinesfalls einfrieren

Alfred Domke

Nicht alle Lebensmittel lassen sich gut einfrieren

In Deutschland landen jeden Tag riesige Mengen an Lebensmitteln im Müll. Viel davon ist eigentlich für den Abfall zu schade. Durch das Einfrieren von Essen lässt sich Verschwendung verhindern. Doch nicht alle Nahrungsmittel sind dafür geeignet.

Jeder Deutsche wirft im Jahr durchschnittlich 82 Kilo Lebensmittel weg

In Deutschland werden jedes Jahr elf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. „Rund 60 Prozent davon entfällt auf die Privathaushalte, das sind im Schnitt 82 Kilogramm pro Kopf und Jahr. 65 Prozent dieser weggeworfenen Lebensmittel sind sogenannte vermeidbare Abfälle, also Lebensmittel, die zum Zeitpunkt des Wegwerfens noch genießbar sind“, schreibt das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg auf seiner Webseite. Das Einfrieren von Lebensmitteln ist eine Möglichkeit, Verschwendung zu vermeiden.

Viele Lebensmittel können durch Einfrieren länger haltbar gemacht werden. Doch nicht alle Nahrungsmittel eignen sich für das Tiefkühlfach. (Bild: F.Schmidt/fotolia.com)

Verschwendung vermeiden

Wenn man mal zu viel Obst und Gemüse gekauft hat oder noch Kuchen von der Geburtstagsfeier übrig ist, muss man die Speisen nicht gleich wegwerfen.

Essen lässt sich oft auch prima einfrieren. Dann hat man noch Monate später etwas davon und auch die Nährstoffe bleiben weitestgehend erhalten.

Bohnen, Erbsen, verschiedene Kohlarten, Karotten, Spinat und Kräuter vertragen die Kälte. „Ebenso sind Fleisch, Geflügel, Fisch sowie Brot, Brötchen, Kuchen und gegarte Speisen bei den frostigen Temperaturen gut aufgehoben“, berichtet der Infodienst des Ministeriums.

„Wichtig ist, dass das Lebensmittel frisch und hygienisch einwandfrei ist, bevor es in den Tiefkühlschrank kommt“, heißt es dort weiter.

Nicht alle Nahrungsmittel eignen sich zum einfrieren

Allerdings eignet sich nicht alles für die Lagerung bei frostigen Temperaturen: Da zum Beispiel Blattsalate, Gurken, Tomaten, Wassermelonen und Weintrauben viel Wasser enthalten, werden sie nach dem Auftauen welk oder matschig.

Auch rohe Kartoffeln sollten besser nicht in die Tiefkühltruhe, weil sie dann süßlich schmecken.

Milchprodukte wie Joghurt, saure Sahne oder Creme fraîche flocken laut dem Ministerium aus oder werden grießig. Homogenisierte Milch und frische Sahne hingegen lassen sich problemlos einfrieren, ebenso Butter.

Und auch viele aufgetaute Lebensmittel lassen sich wieder einfrieren.

Qualität erhalten

Damit die Qualität der Lebensmittel so gut wie möglich erhalten bleibt, sollten sie entsprechend vorbereitet werden. Grundsätzlich sind sie zu waschen und gegebenenfalls zu schälen oder zu zerkleinern.

Für die meisten Gemüsearten ist vorab das Blanchieren mit raschem Abkühlen, beispielsweise durch Eintauchen in Eiswasser, zu empfehlen.

Allerdings sollte man rohes und blanchiertes Gemüse vor dem Einfrieren besser nicht würzen und salzen. Denn Salz entzieht den Pflanzenzellen Wasser, bei einigen Gewürzen wie Pfeffer, Muskat, Basilikum oder Dill verändert sich der Geschmack. (ad)