Erste Grippe-Fälle in Berlin und Brandenburg

Sebastian
In Berlin und Brandenburg sind die ersten Fälle der „echten“ Grippe (Influenza) bekannt geworden. Dabei handele es sich laut dem Robert Koch-Institut (RKI) derzeit aber noch um Einzelfälle. Da die Grippewelle jedoch in den letzten Jahren meist erst im Januar begann und drei bis vier Monate andauerte, kann in den nächsten Wochen mit einem deutlichen Anstieg gerechnet werden. In der vergangenen Saison waren nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales zwischen Anfang Oktober 2014 und Ende März 2015 insgesamt 2.825 Fälle in Berlin gemeldet worden.

Erste Grippefälle in Berlin. Bild: Stasique - fotolia
Erste Grippefälle in Berlin. Bild: Stasique – fotolia

Ansteckungs-Risiko in der Großstadt besonders hoch
Die Grippe-Saison 2015/2016 fängt langsam an. Wie die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) informiert, sind deutschlandweit die ersten klinisch-labordiagnostisch bestätigten Influenzafälle an das Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt worden. Auch in Berlin und Brandenburg wurden demnach bereits die ersten Grippe-Erkrankungen registriert, dabei handele es sich bislang jedoch um Einzelfälle. Dennoch sei die Ansteckungs-Gefahr in der Großstadt, wo sich die Menschen drängen, höher als auf dem Land, sagte Medizinerin Caroline Isner von der Klinik für Infektiologie der Charité gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“.

Dementsprechend sollte auf Anraten des RKI zum Beispiel darauf geachtet werden, einen gewissen Abstand zu Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung einzuhalten. Ebenso könne regelmäßiges, gründliches Händewaschen das Risiko einer Ansteckung vermindern.

STIKO empfiehlt Impfung gegen Influenza für Risikogruppen
Bei der „echten“ Grippe handelt es sich im Gegensatz zu einem grippalen Infekt bzw. einer Erkältung um eine schwere Erkrankung, die durch plötzlich auftretendes hohes Fieber, Schüttelfrost, Schweißausbrüche, Kopf- und Halsschmerzen sowie trockenen Husten gekennzeichnet ist. Die Viren werden per Tröpfcheninfektion übertragen und können vor allem für ältere Menschen gefährlich werden, wenn beispielsweise eine Herz-Kreislauf-Erkrankung vorliegt. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) insbesondere Menschen über 60, aber auch chronisch Kranken, Bewohnern von Alters- oder Pflegeheimen und Frauen, die während der Influenzasaison schwanger sind, eine Schutzimpfung. (nr)