Erste Hilfe nach dem Sonnenbad: Sofortmaßnahmen bei Sonnenbrand

Volker Blasek

Mit diesen Tipps die Sonne bewusst genießen

Mit steigenden Temperaturen steigt auch die Sonnenbrand-Gefahr. Die Kopfhaut ist dabei einem erhöhtem Risiko ausgesetzt. Insbesondere Männer verlieren mit steigendem Alter zunehmenden ihrer einstige Haarpracht und bieten der UV-Strahlung mehr Angriffsfläche. An manchen Stellen scheint die Sonne dann direkt auf die ungeschützte und empfindliche Kopfhaut. Ein Brennen, Jucken oder Spannungsgefühle kündigen den Sonnenbrand an. Es gibt jedoch viele einfache Maßnahmen und Präventionsmöglichkeiten, die Sie gegen die lästigen Verbrennungen ergreifen können.


Beim ersten Brennen oder bei den ersten Rötungen (am besten schon vorher) sollte umgehend ein schattiges Plätzchen aufgesucht werden. Für erste Linderung kann ein feuchtes Tuch auf dem Kopf oder der betroffenen Stelle sorgen. Nun gilt es genügend Wasser zu trinken, da dies der Haut bei der Regeneration hilft. Eine weitere Maßnahme ist After-Sun-, Panthenol- oder Aloe-Vera-Spray auf die betroffenen Stellen aufzutragen. Alternativ können hier auch Quarkwickel verwendet werden. Vor dem Schlafengehen kann die betroffene Stelle mit Kokosöl behandelt werden, um die Regeneration über Nacht zu unterstützen.

Ein Sonnenbrand ist nicht nur lästig, sondern erhöht auch das Risiko für Hautkrebs. Umso wichtiger ist es, sich richtig zu schützen. (Bild: Rostislav Sedlacek/fotolia)

Bei diesen Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden

Erste Hilfe bei Hitzschlag und Sonnenstich: Ein Hitzschlag macht sich durch Symptome wie einen hochroten Kopf, Kopfschmerzen, Schwindel, Desorientiertheit, Übelkeit und Erbrechen, erhöhte Körpertemperatur bis hin zu Fieber oder Bewusstseinsveränderungen bemerkbar. Betroffene sollten sofort in den Schatten gebracht, mit kalten und feuchten Tüchern auf dem Kopf und im Nacken gekühlt und möglichst bald zu einem Arzt gebracht werden. Falls Betroffene das Bewusstsein verloren haben und normal atmen, sollten diese in die stabile Seitenlage gebracht und ein Krankenwagen gerufen werden.

Präventionsmaßnahmen für den Kopf

Eine geeignete Kopfbedeckung schützt die Haut vor starker Sonneneinstrahlung. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass diese möglichst luftig ist und sich die Hitze nicht darunter anstaut. Die Kopfbedeckung darf allerdings auch nicht aus Materialien bestehen, durch die zu viele UV-Strahlen durchkommen. Bei vielen Anbietern wird bereits auf einen gewissen UV-Schutz hingewiesen. Dies kann beim Kauf berücksichtigt werden. Außerdem kann ein Spray mit UV-Schutz auch einen Sonnenbrand bis zu einem gewissen Grad verhindern.

Haarpflege beim Kopfhaut-Sonnenbrand

Wenn man sich einen Sonnenbrand auf der Kopfhaut zugezogen hat, sollte man in den ersten Tagen danach die Kopfhaut schonen. Dazu gehört, beim kämen nicht die Kopfhaut zu berühren, auf Peelings zu verzichten und keine Produkte mit Alkohol zu verwenden. Auch auf das Föhnen sollte vorerst verzichtet werden, da dies die Haut zusätzlich reizen kann.

Hausmittel gegen Sonnenbrand

Weiterhin haben sich zahlreiche Hausmittel bei Sonnenbrand bewährt. Neben dem bereits erwähnten Aufenthalt im Schatten und der vermehrten Flüssigkeitsaufnahme können die verbrannten Stellen mit Aloe-Vera-Saft, kaltem Schwarztee oder mit einem Brei aus Wasser und Heilerde behandelt werden. Auch Joghurt, Quark und ASS lindern die Beschwerden.






Ernährung, die zum Sonnenschutz beiträgt

Antioxidantien schützen die Haut natürlich von innen. Die richtige Ernährung kann somit zu einem Sonnenschutz bis zu einem gewissen Grad beitragen. Antioxidantien können beispielsweise über Tomaten, Paprika, Karotten, Kohl oder Fenchel aufgenommen werden.

Am besten erst gar keinen Sonnenbrand bekommen

Das Internetportal „uv-check.de“ vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen veröffentlichte sieben Regeln, mit denen man sich vor einem Sonnenbrand und dem im schlimmsten Fall daraus resultierenden Hautkrebs schützen kann:

  1. Zur Eingewöhnung sollte das erste Sonnenbad im Schatten stattfinden.
  2. Ausreichender UV-A- und UV-B-Lichtschutzfaktor mit wasserfester Creme verlängert den unbedenklichen Aufenthalt in der Sonne.
  3. Zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne möglichst meiden.
  4. Auf Kinder besondere Acht geben. Die Haut vergisst keine Sonnenbrände aus der Kindheit.
  5. Auf abdeckende Kleidung, Sonnenbrillen und Kopfbedeckungen beim Spazieren gehen achten.
  6. Eventuelle Hautprobleme, Krankheiten und Medikamenteneinnahmen vor dem Urlaub mit einem Hautarzt absprechen.
  7. Die Haut regelmäßig nach Veränderungen absuchen und Auffälligkeiten mit einem Hautarzt abklären.

(vb)