Erste Symptome von Brustkrebs mithilfe gelber Zitronen früher erkennen

Alfred Domke
Kampf gegen Brustkrebs: Symptome anhand von Zitronen dargestellt
Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr rund 70.000 Frauen neu an Brustkrebs. Das Mammakarzinom ist der häufigste Tumor bei Frauen. In der Regel steigen die Heilungschancen, je früher der Tumor entdeckt wird. Zur frühen Diagnose kann ein Bild beitragen, auf dem 12 Brustkrebs-Symptome anhand von Zitronen dargestellt werden.

Bessere Heilungschancen bei früher Diagnose
Brustkrebs, auch Mammakarzinom genannt, ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen. Allein in Deutschland werden jährlich rund 70.000 Neuerkrankungen gezählt. Normalerweise steigen die Heilungschancen, je früher der Tumor entdeckt wird und je genauer er diagnostiziert werden kann. Daher ist es für Frauen so wichtig, die eigene Brust gut zu kennen und regelmäßig auch selbst zu untersuchen und abzutasten. Eine Darstellung mit Zitronen hilft Frauen dabei, Merkmale oder Symptome, die auf Brustkrebs schließen lassen, besser zu erkennen.

Die Organisation „Worldwide Breast Cancer“ erklärt anhand von Zitronen 12 verschiedene Symptome, die auf Brustkrebs hinweisen können. Die Illustration soll Frauen bei der Selbstuntersuchung ihrer Brüste helfen. (Bild: Angela Rohde/fotolia.com)

Selbstuntersuchung der Brüste
Frauen von 50 bis 69 Jahren können zwar kostenlos am Brustkrebsvorsorge-Programm teilnehmen, doch mancherorts geht nur etwa jede Zweite zum Mammographie-Screening. Manche Frauen haben Angst vor der Untersuchung – sie ist nicht ganz schmerzlos.

Auch wenn bekannt ist, dass die Untersuchung keine Garantie bietet, konnten laut Experten innerhalb eines Jahres doch über 17.000 Karzinome durch Mammographie-Screenings entdeckt werden.

Unabhängig vom ärztlichen Screening ist es aber auch für jede Frau wichtig, sich selbst immer wieder zu untersuchen. Eine Organisation hat sich dazu etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Sie stellt 12 Symptome für Brustkrebs anhand von Zitronen dar.

Worauf Frauen achten müssen
„Know your Lemons“ („Kenne deine Zitronen“) schreibt die Organisation „Worldwide Breast Cancer“ auf ihrer Webseite. „Sie können dich viel über Brustkrebs lehren.“

Anhand einer Illustration mit den Zitrusfrüchten wird anschaulich gezeigt, welche Veränderungen der Brust im Falle einer Erkrankung auftreten können. Denn oft sind sich Frauen nicht bewusst, worauf sie bei der Selbstuntersuchung ihrer Brüste achten müssen.

Die Kampagne, die bereits vor einigen Monaten ins Leben gerufen wurde, erfuhr verstärkte Aufmerksamkeit, nachdem das Foto mit den Zitronen von einer Brustkrebs-Patientin auf Facebook geteilt wurde.

Da es auf diesem sozialen Netzwerk verboten wäre, Fotos von nackten Brüsten zu veröffentlichen, ist es sicher sinnvoll, die möglichen Hinweise auf Brustkrebs anhand von Früchten darzustellen.

12 Symptome für Brustkrebs
Auf dem Bild mit den 12 Zitronen in einem Eierkarton wird deutlich gezeigt, wie Brustkrebs aussehen oder sich anfühlen kann.

Auf der Grafik werden folgende Veränderungen dargestellt: Angeschwollene Brust, Vertiefung, Hautveränderungen, Rötung oder Hitze, Sekretabsonderung, Einkerbungen in der Haut, Beule in der Brust, hervortretende Venen, eingedrückte Brustwarze, verändertes Aussehen oder Größe der Brust, Orangenhaut und ein von außen nicht sichtbarer Knoten.

Nicht alle Veränderungen sind automatisch Krebs-Anzeichen
Zwar ist grundsätzlich anzuraten, die genannten Punkte medizinisch abklären zu lassen, doch prinzipiell gilt, dass Veränderungen unter anderem auch ein Zeichen hormoneller Umstellungen oder einer Infektion sein können und nicht automatisch ein Anzeichen für Krebs sein müssen.

„Zu Beunruhigung vor allem junger Frauen tragen oft gutartige Brustveränderungen bei. Zysten oder Schwellungen sind vor den Wechseljahren relativ häufig“, schreibt der „Krebsinformationsdienst“ des Deutschen Krebsinformationszentrums (DKFZ).

„Bis auf wenige Ausnahmen bedeuten solche Veränderungen aber keine besondere Steigerung des Krebsrisikos. Wenn man das erste Mal bemerkt, dass sich eine Brust anders anfühlt als sonst, sollte man aber zur Sicherheit mit Arzt oder Ärztin darüber sprechen“, heißt es dort weiter. (ad)