Erster Fall von Vogelgrippe-H7N9 in Hongkong

Nina Reese

36-jährige Frau mit gefährlichem Vogelgrippe-Virus infiziert

04.12.2013

In Hongkong ist offenbar der erste Fall einer Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H7N9 aufgetreten. Wie die Hongkonger Regierung berichtet, handelt es sich bei der Betroffenen um eine aus Indonesien stammenden Frau, die in der chinesischen Metropole als Haushaltshilfe arbeitet. Den Angaben zufolge sei der gesundheitliche Zustand der 36-jährigen kritisch.

Ansteckung offenbar durch Kontakt mit Geflügel
In der südchinesischen Millionenmetropole Hongkong ist nach Angaben der Regierung der erste Fall einer Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H7N9 aufgetreten. Betroffen sei eine 36-jährige, aus Indonesien stammende Haushaltshilfe, die nun in kritischem Zustand im Krankenhaus liege, so ein Bericht auf der Internetseite des US-amerikanischen TV-Senders „CNN“ vom 3. Dezember. Demnach hatte die Frau vor wenigen Wochen bei einem Besuch der naheliegenden Stadt Shenzhen Geflügel geschlachtet sowie verzehrt und sich dadurch möglicherweise mit dem Virus angesteckt.

Weitere zehn Personen unter Beobachtung
Um kein Risiko einzugehen, seien nach Angaben der dpa zudem 10 Personen aus dem direkten Umfeld der Frau zur Beobachtung im Krankenhaus – unter anderem vier Personen aus dem Haushalt, in dem die Frau gearbeitet hatte. Wie die dpa weiter berichtet, bedeute die Ansteckung für Regierungschef Leung Chun-ying „einen ernsten Infektionsfall“, sodass von nun an die Kontrollen an der Grenze nach China verstärkt würden, um weitere Fälle schnell ausfindig machen zu können.

Import von drei Farmen in Shenzhen gestoppt
Laut dem Sekretär für Lebensmittel und Gesundheit, Ko Wing-Mann, habe Hongkong darüber hinaus „den Import von lebendigem Geflügel von drei Farmen in Shenzhen gestoppt und wird zudem Hühnerfarmen und Geflügel-Großmärkte in Hong Kong überprüfen“, so CNN weiter.

Bislang 45 Menschen in China an H7N9-Infektion gestorben
Bis Anfang November waren bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) insgesamt 139 bestätigte Fälle von H7N9 in China registriert worden, 45 Menschen waren an der Infektion gestorben. Derzeit „sind sechs Patienten im Krankenhaus und 88 entlassen worden. Bislang gibt es keine Hinweise auf eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung“, so die weitere Information der WHO. Demnach war in China zuletzt Ende Oktober eine 64-jährige Frau aus der Provinz Zhejiang betroffen, die eine Landwirtschaft betreibt und dadurch regelmäßig Kontakt mit lebendem Geflügel hatte. Nachdem die Patientin am 3. November in ein anderes Krankenhaus überführt wurde, sei sie nach Angaben der WHO jedoch noch immer in einem kritischen Zustand. (nr)

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