Erythema ab igne (EAI)

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Erythema ab igne (EAI) (Buschke-Hitzemelanose, Toasted skin- Syndrome, Fire-stains)

Das EAI ist ein rotbrauner netzartiger Hautausschlag, der meist nach längerer Hitzeeinwirkung unterhalb der Verbrennungsgrenze unserer Haut auftritt.

Ab 45°C kommt es zur Denaturierung von Eiweissen im menschlichen Organismus, was zu einem Funktions- und Strukturschaden führen kann.

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Häufig durch Sitzen an heissen Öfen und Feuerstellen bedingt, tritt der Hautausschlag bevorzugt an den Schienbeinen auf. Aber auch Wärmflaschen und Heizkissen können bei extensiver Benutzung zu einem EAI meist an Bauch, Rücken oder Füssen, führen und kann teilweise auch mit einem leichten Brennen oder Ziehen einhergehen. Wer als Koch oder Bäcker arbeitet, kennt es evtl. als Berufskrankheit vermehrt an den Armen und im Gesicht. Neuere Berichte aus Frankreich führen auch das Ablegen eines angeschalteten Laptops für längere Zeit auf dem Schoß als Verursacher an.

Klingen die Hitzereize ab, so kann auch das EAI wieder verschwinden. Bei längerer Hitzexposition kann sich jedoch die Pigmentierung der Haut verstärken und manifestieren. Bei noch dauerhafterer Einwirkung kann die Haut atrophisch werden und es kann ganz selten auch zum Auftreten von Keratosen (Vorstufen), des Merkelzellkarzinoms oder Plattenepithelkarzinoms kommen.

Neben seiner eigenen Problematik als mögliche Ansatzstelle eines Tumors, soll das EAI auch diagnostisch auf innere Erkrankungen, unter anderem auch Tumoren, hinweisen können. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie, 25.02.2010)