Experten: Hohe Bedeutung der Alzheimer-Vorbeugung

Alfred Domke

Experten betonen Bedeutung der Alzheimer-Vorbeugung

22.09.2013

Weltweit sind etwa 36 Millionen Menschen von Demenz betroffen. Zum Welt-Alzheimer-Tag betonten Experten auch in Österreich die Bedeutung der Vorbeugung.

Alzheimer geht uns alle an
Mit der weltweit steigenden Lebenserwartung gehen gesellschaftliche, sozialpolitische und auch gesundheitliche Probleme einher, so etwa die stark ansteigende Zahl der Demenz-Erkrankungen. Am gestrigen Samstag wurde international mit zahlreichen Veranstaltungen der Welt-Alzheimer-Tag begangen. Die Präsidentin der „Alzheimer Austria“-Selbsthilfegruppe, Antonia Croy, erklärte dazu: „Morbus Alzheimer geht uns alle an. Weltweit sind 36 Millionen Menschen betroffen. In Österreich sind 110.000 bis 130.000 Menschen dement. Die Zahl der Demenzpatienten wird sich in Österreich bis zum Jahr 2050 auf bis zu 270.000 Menschen erhöhen.“

Mehr auf Prävention setzen
In der direkten Therapie von Patienten im mittelschweren und schweren Stadium dieser neurodegenerativen Erkrankung mit fortschreitendem Verlust des Gedächtnisses und der Persönlichkeitsmerkmale sind in den vergangenen Jahren kaum Fortschritte gemacht worden. Experten setzen daher immer mehr auf Prävention und Verzögerung des Vollbildes der Erkrankung. So erklärte Andreas Winkler, Spezialist von der Abteilung für neurologische Rehabilitation der Klinik Pirwarth, auf einer Pressekonferenz in Wien: „Heute diagnostizieren wir die Krankheit erst bei ihrem vollen Ausbruch. Da haben wir aber schon 30 Jahre der Entwicklung der Erkrankung für die Prävention verloren.“

Erkrankungsrisiko reduzieren
Serienuntersuchungen mit bildgebenden Verfahren bei Patienten hätten den Befund ergeben, dass Bildung und anhaltende geistige Aktivität einen Schutzfaktor darstellen. Dafür, dass die Ernährung eine Rolle spiele, gebe es ebenfalls Hinweise und klinische Studien. Garantien gebe es zwar nicht, jedoch einige Maßnahmen, damit man das Alzheimer-Risiko im Alter reduzieren kann. So sind etwa Bewegung, gesunde Ernährung, stetes Lernen und Geselligkeit angeraten. (ad)

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Bild: Helene Souza / pixelio.de