Explosionsrisiko! Große Kellerei ruft Dornfelder Wein zurück

Die Rheinberg Kellerei aus Bingen am Rhein ruft Dornfelder Rotwein aus der Pfalz zurück. Bei manchen Flaschen drohe eine Explosionsgefahr. (Bild: dmitrimaruta/fotolia.com)
Alfred Domke
Explosive Flaschen: Kellerei startet Rückruf für Dornfelder Wein
Die Rheinberg Kellerei aus Bingen am Rhein (Rheinland-Pfalz) ruft Rotwein zurück. Bei Flaschen der Marke „2015 Dornfelder Rotwein Qualitätswein Pfalz lieblich“ könne es zu Gärprozessen gekommen sein. Dadurch bestehe die Gefahr, dass die Flasche explodieren könne.

Flaschen könnten explodieren
Die Rheinberg Kellerei aus dem rheinland-pfälzischen Bingen am Rhein ruft Dornfelder Rotwein aus der Pfalz zurück. Wie das Unternehmen mitteilte, könne es bei dem Artikel „2015 Dornfelder Rotwein Qualitätswein lieblich“ in Einzelfällen zu Gärprozessen mit Hefen gekommen sein. In den Flaschen könne dadurch Druck aufgebaut worden sein, der das Glas zum Bersten bringe. Die Flasche würde dadurch explodieren.

Die Rheinberg Kellerei aus Bingen am Rhein ruft Dornfelder Rotwein aus der Pfalz zurück. Bei manchen Flaschen drohe eine Explosionsgefahr. (Bild: dmitrimaruta/fotolia.com)
Die Rheinberg Kellerei aus Bingen am Rhein ruft Dornfelder Rotwein aus der Pfalz zurück. Bei manchen Flaschen drohe eine Explosionsgefahr. (Bild: dmitrimaruta/fotolia.com)

Nur wenige Flaschen verkauft
Die zweitgrößte Kellerei Deutschlands, die zur Edeka-Gruppe gehört, teilte weiter mit, dass ausschließlich 0,75-Liter-Flaschen mit der auf der Rückseite vermerkten Bezeichnung „A. P. NR. 4 342 070 295 16“ betroffen seien. Nach Unternehmensangaben war der Wein vorwiegend in Marktkauf- und Edeka-Filialen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt erhältlich. Es seien nur wenige Flaschen an Verbraucher verkauft worden.

Wer eine Flasche gekauft hat, soll diese vorsichtig in eine Tüte verpacken und im Restmüll entsorgen. Der Kaufpreis werde – auch ohne Vorlage des Kassenbons – erstattet.

Explosionsgefahr durch Gärprozesse
Aufgrund von Fehlern in den Herstellungsprozessen kann es immer wieder zu Fremdkörpern oder Verunreinigungen in Lebensmitteln kommen. So mussten in der Vergangenheit schon öfter Getränke wegen möglicher Gärprozesse zurückgerufen werden.

Erst im Februar hatte Eckes-Granini Frucht-Tiger zurückgerufen, da laut Firmenangaben nach Reklamationen und Überprüfungen davon auszugehen war, dass einige Flaschen während der Abfüllung mit Hefen verunreinigt worden seien. Ein anderes Beispiel war Schwarzwald-Sprudel, die einst Produkte zurücknahm, weil eine Explosionsgefahr bei Getränkeflaschen nicht ausgeschlossen werden konnte. (ad)

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