Falschmeldung über Tod von Nelson Mandela

Sebastian

Peinliche Falschmeldung Deutsche Welle meldet fälschlicherweise Nelson Mandelas Tod

16.06.2013

Einen peinlichen Schnitzer hat sich die „Deutsche Welle“ (DW) geleistet. Am Freitag berichtete sie über Nelson Mandelas Tod. Doch der ist auf dem Weg der Besserung.

Technischer Fehler war die Ursache
Das muss den Verantwortlichen wahrhaft peinlich sein: am Freitagabend hatte der deutsche Auslandssender „Deutsche Welle“ auf seiner englischsprachigen Internet-Seite versehentlich über den Tod von Nelson Mandela berichtet. Der Beitrag wurde unter dem Titel „Southafrica mourns Nelson Mandela“ (mourns heißt übersetzt betrauert) veröffentlicht. Für die Veröffentlichung der Falschmeldung über den Friedensnobelpreisträger entschuldigte sich der Sender. „Wir bedauern, dass aufgrund eines technischen Fehlers ein Bericht über Nelson Mandelas Tod auf Englisch längere Zeit online verfügbar war“, so der Auslandssender am Samstag via Twitter. Eine sofortige Behebung des Fehlers konnte trotzdem nicht verhindern, dass die Falschmeldung etwa fünf Minuten online zu sehen gewesen ist. Über Links, vor allem in sozialen Netzwerken, habe sich die Meldung jedoch bereits verbreitet gehabt. Die DW hatte ihr Bedauern über den "irrtümlichen Nachruf zum Ausdruck gebracht" und angekündigt, "zusätzliche Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu ergreifen".

Auf dem Weg der Besserung
Der 94-jährige frühere Präsident Südafrikas war wegen einer Lungenentzündung in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Pretoria gebracht worden. Mandela musste sich in der Vergangenheit schon öfters in ambulante Behandlung begeben, so auch im letzten Jahr ebenfalls wegen Lungenentzündung. Laut Aussage eines Enkels geht es dem Nationalhelden inzwischen besser. Mandla Mandela in Qunu, dem Heimatort des Ex-Präsidenten, sagte: „Madiba erholt sich gut und schaut gut aus.“ Madiba ist Mandelas traditioneller Clanname. Zunächst hatte das südafrikanische Präsidialamt den Zustand Mandelas als „ernst“ bezeichnet. Aber Präsident Jacob Zuma sagte im Parlament: „Wir sind sehr glücklich über die Fortschritte, die er nach einigen schwierigen Tagen macht.“ (sb)

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