Fasten: Ab Mittwoch gesundes fasten

Astrid Goldmayer

In der Fastenzeit auf Süßes und Alkohol verzichten

05.03.2014

Am Aschermittwoch endet nicht nur der Karneval, es beginnt die Fastenzeit. Zehn Prozent der Deutschen wollen in den kommenden zehn Tagen entweder vollständig auf feste Nahrung oder zumindest auf Süßigkeiten oder Alkohol verzichten. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts „YouGov“ hervor. Der religiöse Hintergrund des Fasten spielt dabei aber für die wenigsten eine Rolle.

Meist wird aus gesundheitlichen Gründen gefastet
Im Christentum dient die Fastenzeit dazu, sich an die 40 Tage zu erinnern, die Jesus in der Wüste – fastend und betend – verbrachte. Beendet wird die Fastenzeit am Karsamstag. Einer Umfrage von „YouGov“ im Auftrag der „Deutschen Presse-Agentur“ zufolge spielen aber weniger religiöse sondern vielmehr gesundheitliche Gründe eine Rolle bei der Entscheidung zum Fasten.

Mindestens zehn Prozent der deutschen Erwachsenen wollen demnach in der Fastenzeit auf etwas verzichten. Weitere neun Prozent sind noch unsicher. 53 Prozent der Fastenwilligen gaben der Umfrage zufolge gesundheitliche Gründe an. „Sich selbst oder anderen beweisen, dass sie noch von einer bestimmten Gewohnheit lassen können, wollen 47 Prozent“, berichtet das Marktforschungsinstitut. 20 Prozent gaben eine konsumkritische Haltung als Grund für das Fasten an. Je 27 Prozent sehen im Fasten eine Tradition oder haben religiöse Gründe für den Verzicht.

Fasten mit Verzicht auf Handy und Smartphone
Die meisten Fastenwilligen (44 Prozent), die schon einmal gefastet haben, hielten ihr Vorhaben der Umfrage zufolge durch. 42 Prozent wurden zwischendurch schwach, fasteten dann aber eisern weiter. Lediglich 14 Prozent brachen das Fasten ab.

Beim Fasten wird auf ganz unterschiedliche Dinge verzichtet. „Auf Süßigkeiten verzichten 74 Prozent der Fastenden. 52 Prozent wollen die Finger vom Alkohol lassen. Kein Fleisch essen wollen 30 Prozent, 24 Prozent wollen 40 Tage lang nicht rauchen“, schreibt das Marktforschungsinstitut in einer Mitteilung. 13 Prozent der Befragten wollen auf ihr Mobiltelefon, elf Prozent auf Kaffee, sieben Prozent auf Fernsehen und sechs Prozent auf Sex verzichten.

Heilfasten in der Naturheilkunde
Die wenigsten denken in der Fastenzeit jedoch tatsächlich an Heilfasten, das zur Entschlackung und Regeneration des Körpers praktiziert wird. In der Naturheilkunde werden verschiedene Arten des Heilfastens unterschieden. So wird teilweise nur Saft und Gemüsebrühe getrunken, um den Körper trotz des Verzichts auf feste Nahrung ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen zu verzichten. Bei anderen Fastenkuren nehmen die Teilnehmer nichts als Wasser und Tee zu sich. Wer sich für das Heilfasten entscheidet, sollte sich im Vorfeld ärztlich untersuchen und beraten lassen. Patienten mit einer Krebserkrankung oder Schilddrüsenüberfunktion wird meist davon abgeraten. Auch bei einer früheren Essstörung oder Untergewicht kann Heilfasten gesundheitlich bedenklich sein. (ag)

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