Fetter Fisch senkt das Brustkrebs-Risiko

Astrid Goldmayer

Brustkrebs-Risiko soll durch Omega-3-Fettsäuren in fettem Fisch gesenkt werden

29.06.2013

Der Verzehr von fettem Fisch soll das Brustkrebsrisiko deutlich senken. Das haben chinesische Forscher herausgefunden. Wie Professor Duo Li von der Universität Zhejiang und sein Team in der renommierten Fachzeitschrift „British Medical Journal" berichten, haben vor allem die mehrfachungesättigten Omega 3-Fettsäuren einen positiven Effekt.

Mit fettem Fisch Brustkrebs vorbeugen
Brustkrebs ist in vielen Industrieländern die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Allein in Deutschland werden jedes Jahr mehr als 70.000 Neuerkrankungen diagnostiziert. Um herauszufinden, wie das Risiko für Brustkrebs gesenkt werden kann, werteten die chinesischen Forscher 26 Untersuchungen aus den USA, Europa und Asien aus. Dabei analysierten sie die Daten von insgesamt 800.000 Frauen und etwa 20.000 Brustkrebsfällen.

Wie sich herausstellte, senkt der regelmäßige Verzehr von fetten Fischen wie Lachs, Thunfisch oder Sardinen das Brustkrebs-Risiko deutlich. Demnach sind die mehrungesättigten Omega 3-Fettsäuren für den positiven Effekt verantwortlich.

„Unsere Ergebnisse haben wichtige Auswirkungen auf das öffentliche Gesundheitswesen. Die Prävention von Brustkrebs ist weiterhin ein wichtiges Thema der öffentlichen Gesundheit für die Forscher, vor allem im Hinblick auf die Erforschung der Zusammenhänge von Brustkrebs, Ernährung und Lebensstil“, schreiben die Wissenschaftler.

Fetter Fisch soll auch Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken
Omega 3-Fettsäuren in fettem Fisch sollen auch das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt senken. Das ergab eine Studie von Forschern des Fred-Hutchinson-Krebszentrums in Zusammenarbeit mit der University of Alaska-Fairbanks. Dafür untersuchten die Wissenschaftler Eskimos, die etwa 20 mal mehr Omega 3-Fettsäuren zu sich nehmen als der Durchschnitt der US-amerikanischen Bevölkerung. Wie sich herausstellte, waren zwar etwa 70 Prozent der Eskimos aufgrund der fettreichen Nahrung übergewichtig, litten aber dennoch viel seltener an den mit einer Gewichtszunahme assoziierten Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Problemen. (ag)

Bild: Jungfernmühle / pixelio.de