Feuchte Träume: Orgasmen im Schlaf gar nicht so selten

Orgasmen im Schlaf kommen wesentlich häufiger vor als angenommen. Um in den Genuss zu kommen, sollte man sich vor dem Schlafengehen erotischen Gedanken widmen. (Bild: mashe/fotolia.com)
Alfred Domke
Frauen kommen häufiger in den Genuss: Orgasmen im Schlaf kommen oft vor
Die meisten Menschen kennen erotische Träume. Nur die wenigsten reden darüber, schon gar nicht, wenn sie dabei zum Höhepunkt kommen. Wissenschaftlern zufolge sind Orgasmen im Schlaf keine Seltenheit. Insbesondere Männer kommen häufig in diesen Genuss.

Nächtliche Orgasmen häufiger als angenommen
Forscher aus den USA haben im Rahmen einer älteren Studie einen Zusammenhang zwischen Schlaf und gutem Sex aufgezeigt. Demnach haben Frauen, die ausreichend schlafen, nicht nur mehr, sondern auch besseren Geschlechtsverkehr. Umgekehrt kann Sex aber auch bei Schlafproblemen helfen. Und auch im Schlaf bleibt die Erotik oft nicht außen vor. Heiße Träume kennen die meisten Menschen. Diese können auch zu Orgasmen führen – und zwar wesentlich häufiger als oft angenommen wird.

Orgasmen im Schlaf kommen wesentlich häufiger vor als angenommen. Um in den Genuss zu kommen, sollte man sich vor dem Schlafengehen erotischen Gedanken widmen. (Bild: mashe/fotolia.com)
Orgasmen im Schlaf kommen wesentlich häufiger vor als angenommen. Um in den Genuss zu kommen, sollte man sich vor dem Schlafengehen erotischen Gedanken widmen. (Bild: mashe/fotolia.com)

Sexueller Höhepunkt im Schlaf
Dass Menschen im Schlaf einen sexuellen Höhepunkt erleben können, ist schon länger bekannt. Ein US-Forscherteam vom „Kinsey Institute“ an der Indiana University beschäftigte sich im Rahmen einer Studie mit dem Thema und veröffentlichte seine Ergebnisse im sogenannten „Kinsey Report“. Dr. Debby Herbenick, Professor an der Indiana University und Forscher am Kinsey Institute, sagte laut einer Meldung der britischen „Daily Mail“, weibliche Orgasmen seien psychologischer Natur. Daher können Orgasmen im Schlaf auch nicht einfach durch Masturbieren erreicht werden. Doch im Laufe der Zeit verbessern sie sich wohl, weil ältere Frauen selbstbewusster und sicherer werden.

Siebzig Prozent aller Frauen hatten schon einen Orgasmus im Schlaf
Den Forschern zufolge gibt es Orgasmen im Schlaf und fast jeder Mensch hat einen solchen Schlaforgasmus bereits erlebt. Es wird sogar angenommen, dass „etwa 70 Prozent aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben durch einen Orgasmus aufwachen“. Diese Daten ermittelten die amerikanischen Forscher vom „Kinsey Institute for Research in Sex, Gender, and Reproductionin“ im Rahmen der Untersuchung. Bei der Studie ging es um die „Erforschung von nächtlichen Sex-Träumen und Orgasmen“.

Frauen sprechen offener über sexuelle Träume
Die Wissenschaftler vermuten, dass etwa „zwei Drittel der befragten Frauen völlig offen über ihre sexuellen Träume sprachen“. Das Phänomen, einen Orgasmus im Schlaf zu erleben, tritt jedoch noch häufiger bei Männern auf. Nahezu hundert Prozent der teilnehmenden Männer in der Studie berichteten, dass sie schon einmal durch einen Orgasmus im Schlaf aufgewacht seien, so die Aussage der amerikanischen Mediziner. Bis zu ihrem 45. Lebensjahr hatten etwa 37 Prozent aller teilnehmenden Frauen und 83 Prozent der befragten Männer schon mindestens einen Orgasmus im Schlaf erlebt.

Anleitung zum Schlaf-Orgasmus
Ist es auch möglich im Schlaf gezielt einen Orgasmus zu bekommen? Und wenn ja, wie erreichen wir diesen Zustand am besten? Die Antwort scheint denkbar einfach: „Widmen Sie sich erotischen Gedanken kurz vor dem Einschlafen“. Die amerikanischen Wissenschaftler erklärten, dass „nächtliche Orgasmen im Schlaf nichts mit genitaler Stimulation zu tun hätten, sondern wahrscheinlich werden die Orgasmen allein durch unser Gehirn ausgelöst“, fügten die Forscher hinzu.

Orgasmus bei der Geburt?
Orgasmen können nicht nur im Schlaf auftreten, sondern es gibt noch andere ungewöhnliche Situationen, in denen Menschen unabsichtlich einen Orgasmus erleben. So berichteten beispielsweise Mütter bereits von Orgasmen bei der Geburt ihres Kindes, was angesichts der begleitenden Schmerzen für andere Frauen kaum nachvollziehbar scheint. Doch auch hier spielen vermutlich die Prozesse im Gehirn eine entscheidende Rolle. Ebenfalls skurril: Einem Artikel im Fachmagazin „International Journal of Medicinal Mushrooms“ zufolge kann eine seltsame Stinkmorchel einen weiblichen Orgasmus allein durch den Duft auslösen. Männer hingegen empfinden den Geruch des Pilzes als ekelerregend. (as, ad)

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