Fieber bei Babys: Ab 38 Grad zum Arzt

Fabian Peters

Babys mit 38 Grad Fieber müssen sofort zum Arzt

Fieber tritt bei kleinen Kindern durchaus häufiger auf und muss nicht zwangsweise auf eine schwere Erkrankung hinweisen. Doch sollte ab einer Körpertemperatur von 38 Grad Celsius bei Babys dringend ein Arzt hinzugezogen werden, warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in einer aktuellen Pressemitteilung.

Bei einem wunden Po, Zinksalbe und frische Luft. (Bild: Nadezda Ledyaeva/fotolia)
(Bild: Nadezda Ledyaeva/fotolia)

Bei Säuglingen im Alter unter drei Monaten ist im Falle von Fieber generell erhöhte Vorsicht geboten, auch wenn nicht hinter jeder Erhöhung der Körpertemperatur unbedingt eine ernsthafte gesundheitliche Bedrohung stehen muss, berichtet der BVKJ. Haben Babys Fieber von 38 Grad Celsius oder mehr, sollte dies für die Eltern jedoch auf jeden Fall Anlass zu einem Arztbesuch mit ihren Kinder sein, so BVKJ weiter.

Immunsystem der Babys kann Infektionen nur schlecht abwehren
Häufigster Anlass des Fiebers bei Kleinkindern im Alter unter drei Monate ist eine Infektion. Weil „in diesem Alter das Immunsystem noch nicht richtig entwickelt ist und Infektionen kaum abwehren kann“, besteht hier durchaus ein erhebliches Gesundheitsrisiko, erläuterte die Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Thüringen, Dr. Monika Niehaus. Die Kinder- und Jugendärztin aus Weimar rät daher zu einem frühzeitigen Arztbesuch. Hier gilt laut Niehaus: „Je jünger das Baby ist, desto eher ist ein Arztbesuch sinnvoll.“ Eltern sollten „besser einmal zu viel als einmal zu spät“ zum Arzt gehen.

Fieber ein Hinweis auf mögliche Infektionen
Die Messung der Körpertemperatur sollte laut Angaben des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte bei Babys am besten rektal (im Po) erfolgen. Die Experten empfehlen den Eltern zudem, die Körpertemperatur des Kindes bei ihrem gesunden Kind zu messen, damit die Höhe des Fiebers im Ernstfall besser beurteilt werden kann. Normale Körpertemperaturen der Kinder liegen laut Angaben der Experten zwischen 36,5 Grad Celsius und 37,5 Grad Celsius. Zwar sind Temperaturerhöhungen ein relativ verlässlicher Hinweis auf Erkrankungen des Kindes, doch „Eltern sollten sich nicht auf das Fieber als Warnsignal verlassen“, berichtet der BVKJ. Denn nicht immer werden die gesundheitlichen Beschwerden der Kleinen von einer erhöhten Körpertemperatur begleitet. Ein Kinder- und Jugendarzt sollte daher laut Dr. Niehaus auch aufgesucht werden, wenn das Baby unruhig, schlapp und teilnahmslos wirkt, es sich nicht füttern lässt, schwer atmet, einen Ausschlag entwickelt oder sich mit oder ohne Durchfall erbrechen muss.

Überhitzung als Ursache des Fiebers
Die erhöhte Körpertemperatur kann laut Angaben des BVKJ nicht nur durch Erkrankungen sondern auch durch eine Überhitzung des Kindes verursacht werden. Sind Babys zum Beispiel zu warm angezogen, trocknet ihr Organismus aus (Dehydration) und ist nicht mehr in der Lage die Temperatur im erforderlichen Maße zu regulieren, was sich ebenfalls als Fieber äußert. (fp)

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