Fieber bei Kindern: Hinweis auf echte Grippe

Alfred Domke

Hohes Fieber bei Kindern: Hinweis auf echte Grippe

28.12.2013

Hat ein Kind Schnupfen und Husten, besteht meist noch kein Grund zur Sorge. Kommt aber zusätzlich hohes Fieber hinzu, könnte dies ein Hinweis auf eine echte Grippe sein. Dann sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Fieber verlässlichster Hinweis auf Grippe
Beschwerden wie Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen sowie ein trockener Husten sind bei Kinder häufig Anzeichen dafür, dass sie sich mit einer echten Grippe angesteckt haben. Vorkommen können auch Übelkeit und Erbrechen sowie Bauchschmerzen. Der verlässlichste Hinweis für eine Influenza-Infektion sei aber hohes Fieber, möglicherweise von 40 Grad. Dies erläuterte Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln gegenüber dpa. Der Arzt empfiehlt dem erkrankten Kind, sich viel auszuruhen und zu schlafen sowie viel zu trinken.

Gefahr von Folgeerkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren
Eltern sollten ihr Kind sofort zu einem Arzt oder in eine Notaufnahme bringen, wenn es sehr hohes Fieber hat, schnell oder schwer atmet oder das Fieber von Ausschlag begleitet ist. Außerdem sei umgehend ein Arzt gefragt, wenn sich die Haut des Kindes leicht blau verfärbt, es verwirrt ist oder schläfrig wirkt. Insbesondere bei Kindern unter fünf Jahren sei die Gefahr groß, dass sie im Zuge der Grippe weitere Krankheiten bekommen und zur Behandlung in eine Klinik müssen. Atemwegsprobleme sind dabei besonders häufig.

Nasenspray-Impfung für Kinder
Kinder- und Jugendärzte raten zu einer Impfung, um einer Grippeinfektion vorzubeugen, vor allem dann wenn der Nachwuchs chronisch krank ist. Da die Schutzwirkung nach spätestens 14 Tagen aufgebaut ist, lohne sich auch jetzt noch eine Immunisierung. Dies könnte noch rechtzeitig vor Beginn der saisonalen Grippe sein. Für Kinder ab zwei Jahren und Jugendliche bis 18 Jahren, besteht die Möglichkeit, einen sogenannten Lebendimpfstoff über ein Nasenspray verabreicht zu bekommen. Grundsätzlich gilt jedoch bei der Grippe-Impfung Pro und Contra gegeneinander abzuwägen. (ad)

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Bild: S. Hofschlaeger / pixelio.de