Fisch am Karfreitag: Traditionell gesund essen

Fabian Peters

Fisch ist nicht nur am Karfreitag gesund

21.04.2011

Vor Ostern steht in Deutschland am Karfreitag traditionell Fisch auf dem Speiseplan. Dabei können sich die Konsumenten nicht nur am Geschmack sondern auch an den zahlreichen positiven gesundheitlichen Eigenschaft des Fischs erfreuen.

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Zwar mögen einige Verbraucher, wegen der Atomreaktorkatastrophe in Japan und der gemeldeten radioaktiven Verseuchung des Meeres, momentan vom Fischkonsum ein wenig abgeschreckt sein, doch am Karfreitag wird – wie jedes Jahr – in zahlreichen Haushalten ein Fischgericht auf den Teller kommen. Wer ganz sicher gehen möchte, sollte beim Kauf von Seefisch die Angaben zu den Fangregionen beachten (Japan: Fanggebiet 61) oder gleich auf heimische Süßwasserfische umstiegen.

Zahlreiche gesundheitliche Vorteile des Fischkonsums
Speisefisch werden zahlreiche positive Eigenschaft für die Gesundheit zugeschrieben und Ernährungswissenschaftler empfehlen nicht nur an Ostern mindestens zwei Mal die Woche Fisch zu essen. Insbesondere der Anteil an hochwertigem Eiweiß von 15 bis 20 Prozent sowie die verschiedenen enthaltenden Mineralstoffen und Vitamine bilden eine gute Grundlage für eine gesunde Ernährung. Je nach Fischart können zum Beispiel die Vitamine D und B12, Kalium, Zink, Fluor und Jod enthalten sein, wobei Seefisch eine deutlich höheren Jodanteil aufweist als Süßwasserfische. Außerdem haben verschiedene Studien eine eindeutig gesundheitsfördernde Wirkung des hohen Anteils der mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie beispielsweise der Omega-3-Fettsäuren festgestellt. Diese tragen erwiesenermaßen zur Stärkung des Immunsystems, der Senkung des Blutdrucks und der Stimulierung von Stoffwechselvorgänge bei. So hatte zuletzt eine Studie amerikanischer Wissenschaftler an den Yup’ik-Eskimos in Alaska ergeben, dass die Omega-3-Fettsäuren eine deutliche Reduzierung des Risikos bestimmter Krankheiten wie Typ 2 Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bewirken.

Unterschiedlicher Fettgehalt von Fisch
Wer Probleme mit Übergewicht hat, sollte beachten, dass die verschiedenen Fischarten einen äußerst unterschiedlichen Fettgehalt aufweisen. So haben zum Beispiel der bei den Deutschen besonders beliebte Lachs und Thunfisch einen Fettgehalt von mehr als zehn Prozent, während andere Fischarten wie Kabeljau, Hecht, Flussbarsch oder Flunder lediglich ein Prozent Fett enthalten. Allerdings gleichen die positiven gesundheitlichen Effekte der im fettreichen Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren mögliche negative Folgen der drohenden Gewichtszunahme wieder aus, berichteten die Verantwortlichen der Eskimo-Studie des Fred-Hutchinson-Krebszentrums und der University of Alaska-Fairbanks in der März-Ausgabe des Fachmagazins „European Journal of Clinical Nutrition“. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden vom menschlichen Körper unter anderem für den Aufbau von Zellmembranen benötigt und dienen der Senkung der Blutfettwerte und des Cholesterinspiegels. Die im Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren zählen zu den ungesättigten Fettsäuren, die der menschliche Körper nicht synthetisieren kann, so dass sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen.

Am Karfreitag Fisch essen: Ein alter christlicher Brauch
Am Karfreitag Fisch zu essen, ist ein Jahrhunderte alter christlicher Brauch. Am Tag der Kreuzigung von Jesu soll man Fasten und auf luxuriöses Essen verzichten. Noch vor einigen Jahrzehnten war Fisch weitaus kostengünstiger, als Fleisch. Das Geld, dass bei dem Verzehr von Fisch gespart werden konnte, sollte für mildtätige Zwecke gespendet werden. Mittlerweile dürfte dieser Brauch kaum mehr einen Spareffekt bewirken. Heutzutage ist Fleisch oftmals wesentlich günstiger als Fisch. Gerade in Süddeutschland und vor allem in katholischen Haushalten wird dieser christliche Brauch noch immer zelebriert. Im Internet lassen zahlreiche Webseiten finden, die kostenlose Fisch Rezepte zur Verfügung stellen. (fp)