Frau spritzte sich tödliche Vaseline in Brust

Alfred Domke

Frau stirbt nachdem sie sich Vaseline in Brust gespritzt hat

23.03.2014

Eine Argentinierin, die mit ihrem Busen nicht zufrieden war, spritzte sich selbst Vaseline in ihre Brüste. Sie bekam daraufhin öfters Atemprobleme und starb schließlich an einem schweren Bluterguss in der Lunge.

Argentinierin spritzt sich Vaseline zwecks Brustvergrößerung
Wie verschiedene internationale Medien berichteten, war die 39-jährige Argentinierin Sonia Perez L. zwar eine lebenslustige Frau, doch mit ihrem Brustumfang nicht wirklich zufrieden. Scheinbar um Kosten für einen teuren Eingriff zu sparen, entschied sie sich zu einer Art Selbst-OP und spritzte sich Vaseline in die Brüste, um diese zu vergrößern. Kurze Zeit später habe die Hobbyläuferin öfters Atemproblem bekommen und ging schließlich in ein Krankenhaus. Ärzte stellten dort ein Blutgerinnsel in der Lunge fest, das sich gebildet habe, da Vaseline in den Blutkreislauf gekommen sei.

Körper kann Vaseline nicht bekämpfen
Julio Pla, Leiter der Chirurgie im Krankenhaus, sagte gegenüber der argentinischen Zeitung „La Capital“: „Sie stritt zunächst alles ab, gestand dann aber, sich Vaseline injiziert zu haben.“ Er meinte weiter: „Ich habe noch nie einen Fall wie diesen gesehen. Der Körper hat Antikörper gegen Bakterien und Viren produziert, aber keinen Weg gegen den Stoff gefunden.“ Die Frau starb schließlich an einem schweren Bluterguss in der Lunge. Die englische Zeitung „Mirror“ zitierte Dr. Lucio Molas, den Arzt, der die 39-Jährige bei ihrer Einlieferung behandelte: „Der Körper kann Viren und Bakterien bekämpfen. Eine Substanz wie Vaseline aber nicht.“

Schönheitsoperationen nicht medizinisch notwendig
Aber auch wenn man nicht selbst zur Spritze greift, können sogenannte Schönheitskorrekturen gefährlich sein. So warnte etwa die Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen bereits vor einigen Jahren, „dass alle Operationen immer mit gesundheitlichen, zum Teil erheblichen Risiken verbunden“ sind. Im Gegensatz zu Operationen der rekonstruierenden bzw. plastischen Chirurgie, bei denen es um die Wiederherstellung des Körpers zum Beispiel nach Unfällen geht, seien diese Schönheitsoperationen in der Regel nicht „medizinisch notwendig“. Daher sei das gesundheitliche Risiko durch die Operationen laut der Verbraucherschutzzentrale als unnötig zu bewerten. (ad)

Bild: Harry Hautumm / pixelio.de