Frühlingswetter birgt erste Sonnenbrand-Gefahr

Heilpraxisnet

Der Frühling kommt – und mit ihm die Sonnenbrand-Gefahr

07.03.2015

Endlich steigen die Temperaturen. Das Frühlingswetter treibt dieses Wochenende viele Menschen nach draußen. Doch Sonnenanbeter sollten vorsichtig sein. Aufgrund der verstärkten UV-Strahlung besteht erhöhte Sonnenbrand-Gefahr. Experten raten zu ausreichendem Sonnenschutz.

Haut vor Sonnenbrand schützen
Die frühlingshaften Temperaturen treiben viele Menschen ins Freie. Doch Frischluft-Fans sollten vorsichtig sein. Wer das Frühlingswetter für das erste Sonnenbad des Jahres nutzen will, sollte seine Haut schützen. Dazu rät der Sprecher der Ärztekammer Niedersachsen, Jörg Blume, in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa. „Jetzt im März steigt die UV-Strahlung bereits signifikant an“, so Blume. „Wer sich längere Zeit in der Sonne aufhält, sollte daher bereits in dieser Jahreszeit an einen ausreichenden Sonnenschutz denken.“ Das gelte insbesondere für empfindliche Hauttypen, vor allem im Gebirge und über Schnee. Grundsätzlich sei bei Hautproblemen eine individuelle Beratung beim Hautarzt wichtig.

Textilien wichtiger als Sonnencremes
Der Vorsitzende des Berufsverbandes der deutschen Dermatologen in Niedersachsen, Wolfgang Lensing, empfiehlt einen einfachen Test für die UV-Durchlässigkeit von Kleidungsstücken. „Ob etwa eine Kopfbedeckung genügend Schutz bietet, lässt sich schnell herausfinden, indem man sie gegen einen Scheinwerfer hält. Scheint kein Licht durch, ist das ein gutes Zeichen“, erklärt der Experte. Ergänzend fügt er an, dass Textilien zum Sonnenbrand-Schutz wichtiger seien als Sonnencremes. Der Hautarzt weist auf zwei Dinge hin, die beim Verwenden von Sonnencremes zu beachten sind: „Man sollte eine Sonnencreme immer erst einmal auf die eigene Hautverträglichkeit testen, bevor man sie großflächig anwendet. Und wenn man sie großflächig anwendet, ist es wichtig, sich sehr ausgiebig mit den Cremes einzureiben, um deren Wirksamkeit zu erhöhen.“

Hausmittel bei Sonnenbrand
Wenn dann aber doch der Ernstfall eintritt, sollte man als erste Hilfe bei Sonnenbrand die betroffenen Hautstellen kühlen. Dabei helfen Hausmittel wie etwa feuchte Umschläge meist ganz gut. Weitere Hausmittel bei Sonnenbrand sind Quark, Joghurt, Aloe Vera oder Heilerde. Bei stärkeren Beschwerden werden vom Arzt manchmal cortisonhaltige Salben zur Linderung verschrieben. Ein Arzt sollte auf jeden Fall aufgesucht werden, wenn sich Blasen auf der Haut bilden, die Haut dunkelrot ist und Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Benommenheit auftreten. Denn diese Beschwerden sind Anzeichen für einen Sonnenstich und der sollte dringend ärztlich behandelt werden. Allerdings droht diese Gefahr in unseren Breitengraden in der Regel noch nicht im Frühling.

Sonnenbrand erhöht Hautkrebs-Risiko
Wesentlich besser als die Behandlung eines Sonnenbrandes ist jedoch die Vorbeugung. Dies vor allem auch, da jeder Sonnenbrand das Risiko von Hautkrebs erhöht. Auch wenn die Heilungschancen dabei sehr gut sind, sollte dies nicht zum Leichtsinn verführen. Dermatologen warnen, dass sich Betroffene, die einmal ein Geschwulst hatten, immer wieder vom Arzt durchchecken lassen müssen, da die Hautzellen erneut entarten können. Die UV-Belastung in Deutschland ist Lensing zufolge in den vergangenen 30 Jahren deutlich angestiegen. „Dies gilt besonders für den Frühling und den Herbst“, erklärt der Experte. Der Grund dafür sei, dass sich die UV-Durchlässigkeit des Atmosphärenschutzes der Erde verändert hat. (ad)

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