Für die Maibowle nur wenig Waldmeister verwenden

Astrid Goldmayer

Gesundheitsrisiko durch zu viel Waldmeisters in der Maibowle

25.05.2012

Waldmeister ist ein klassischer Bestandteil der Maibowle. Was viele jedoch nicht wissen – der in Waldmeister enthaltene Stoff Cumarin kann der Gesundheit schaden. Der Verbraucherinformationsdienst „aid“ in Bonn gibt Tipps für die Zubereitung von Maibowle mit Waldmeister.

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In Waldmeister ist Cumarin enthalten
Laut „aid“ sollten höchsten drei Gramm Waldmeister in einem Liter Maibowle enthalten sein. Denn Waldmeister enthalte Cumarin, das bei zu hoher Dosierung gesundheitsschädlich sein kann. Betroffene leiden unter Symptomen wie Schwindel und Erbrechen sowie Kopfweh. Ein regelmäßiger hoher Konsum von Waldmeister kann sogar zu Leberschäden führen. Gleichzeitig wirkt Waldmeister aber auch kampflösend und Cumarin in geringer Dosierung euphorisierend.

Wer seine Maibowle unbesorgt genießen möchte, sollte auf eine maximale Ziehzeit von 20 Minuten achten. Danach wird das Kraut entfernt. Zuvor sollte es ein bis zwei Tage schonend getrocknet werden, damit es sein volles Aroma entfalten kann, so der Verbraucherinformationsdienst „aid“. Auf den Waldmeister wird dann Weißwein, Sekt und etwas Zucker gegeben. Wer auf Alkohol verzichten möchte, kann stattdessen Apfelsaft und Mineralwasser verwenden.

Naturfreunde finden Waldmeister in Rotbuchenwäldern und Eichen-Hainbuchenwäldern. (ag)